49-Jähriger mit Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus – Feuer im Gästezimmer

Überhitzter Akku löst Brand aus

Feuerwehreinsatz: Zu einem Zimmerbrand mussten am Sonntagmittag drei Frankenauer Wehren ausrücken. Foto:  112-magazin.de

FRANKENAU. Beim Versuch, einen Zimmerbrand mit einem Feuerlöscher zu ersticken, hat ein 49 Jahre alter Mann am Sonntag in Frankenau eine Rauchgasvergiftung erlitten. Auslöser für den Brand, der mehr als 10 000 Euro Schaden verursachte, war ein überhitzter Akku.

Ein 15 Jahre alter Junge aus Kaufungen, der am Wochenende seinen Großvater und seinen Patenonkel in der Mengershäuser Straße in Frankenau besuchte, wollte Polizeiangaben zufolge im Gästezimmer des Wohnhauses den Akku seines ferngesteuerten Autos aufladen. Offenbar überhitzte der Lithium-Ionen-Akku, es kam laut Polizei gegen 13.30 Uhr zu einer Art Explosion. Dadurch fingen Einrichtungsgegenstände wie Tisch und Bett Feuer, ebenso ein Fernsehgerät, ein Notebook, das Ladegerät, der Akku und das Modellauto sowie weitere Utensilien.

Der 49 Jahre alte Patenonkel des Jungen, der sich im Geschoss darüber aufhielt und auf den Brand aufmerksam wurde, lief mit einem Feuerlöscher in das Gästezimmer und versuchte, den Brand zu löschen. Damit habe er ein weiteres Ausbreiten des Feuers verhindert, lobte der stellvertretende Stadtbrandinspektor und Einsatzleiter Stefan Maurer. Die Feuerwehren aus Frankenau, Allendorf und Dainrode rückten mit mehr als 50 Einsatzkräften aus, gingen unter Atemschutz mit dem Schnellangriff in den betroffenen Raum vor und löschten das Feuer endgültig.

Mit dem Rettungswagen wurde der 49-Jährige mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus nach Frankenberg gebracht. Weitere Personen wurden nicht verletzt. Die Polizei schätzte den Schaden auf mindestens 10 000 Euro. Das Zimmer selbst sei durch den Brand betroffen, die übrigen Räume müssten wegen der Rauchentwicklung ebenso renoviert werden, sagte Maurer. Ein Bild von den Löscharbeiten machte sich auch der Frankenauer Bürgermeister Björn Brede.

112-magazin.de

Quelle: HNA

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