Rennertehausen: Intendant schreibt Brief

„Überschwängliches Lob“ für hr-Film

Allendorf-Rennertehausen - Bis heute gibt es positive Rückmeldungen auf den Film „Damals auf dem Lande“. In einem Brief dankte der Intendant des Hessischen Rundfunks, Helmut Reitze, allen Mitwirkenden. Das berichtete Walter Sellmann, der die Dreharbeiten des hr-fernsehens in Rennertehausen und Umgebung begleitet hatte, im Rahmen eines Treffens mit im Film Mitwirkenden und Petra Eckel als Vertreterin des Vereins „Chronik“.

Der Verein hatte den Film, den Lothar Markwitz über die Dreharbeiten gefertigt hatte und in dem Sellmann als Sprecher fungierte, finanziell unterstützt. Als Zeichen seines Dankes überreichte Sellmann Eckel sowohl eine DVD mit allen im Fernsehen ausgestrahlten Beiträgen als auch den Film von Lothar Markwitz für das Archiv des Vereins.

Sellmann nutzte die Zusammenkunft, um die Mitwirkenden auch über seinen Briefwechsel mit dem Intendanten des Hessischen Rundfunks, Helmut Reitze, zu informieren.

In einem Brief hatte Sellmann Ende Januar dem Hessischen Rundfunk sowie Reitze persönlich für die Ermöglichung des Projektes „Damals auf dem Lande“ gedankt und die Nachhaltigkeit des Films betont.

„Vergangenes mit Zeitzeugen zu dokumentieren und mit Protagonisten unserer Zeit zu verlebendigen, wirkt weit über den Tag hinaus“, hatte Walter Sellmann geschrieben. Er spricht in seinem Brief von einer prägenden Erfahrung für die mitwirkenden Kinder und Jugendlichen sowie von den zahlreichen durch die Sendung ausgelösten Gesprächen.

In seinem Schreiben an den Intendanten hatte er auch über die „angenehme, konstruktive und zielgerichtete Zusammenarbeit“ mit dem Fernsehteam, über den Film über den Film, den Lothar Markwitz drehte, sowie über die positiven Rückmeldungen, die er in Bezug auf den Film „Damals auf dem Lande“ erhielt, informiert.

„Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht auf die Sendung angesprochen werde“, hatte Sellmann in seinem Brief berichtet. Und dies begrenze sich nicht nur auf Rennertehausen und Allendorf, sondern auf die gesamte Region und weit darüber hinaus. „Vielfach ist das Lob überschwänglich und stets anerkennend“, heißt es in seinem Brief.

„Wenn ein Film des hr-fernsehens über seine Entstehung hinaus eine solche Wirkung im Ort und in der Region entfalten kann, dann ist das öffentlich-rechtlich im besten Sinne des Wortes“, schrieb Helmut Reitze in seinem Antwortbrief an Sellmann. Auch der Hessische Rundfunk freue sich, dass es gemeinsam mit den Mitwirkenden gelungen sei, „Vergangenes zu dokumentieren und zu verlebendigen“.

Der Intendant schrieb, er wolle den Dank zurückgeben: „Herzlichen Dank an Sie und alle, die bei der Zeitreise hinter den Kulissen und vor der Kamera mitgewirkt haben! Nur dank der zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiter am Ort konnte ein so aufwändiges Vorhaben wie die filmische Zeitreise „Damals auf dem Lande“ gelingen.

Ihr Bewusstsein für die Wertigkeit der Lebenserinnerungen Ihrer Dorfältesten und der Gemeinschaftssinn im Dorf über die Generationen hinweg – das ist etwas Besonderes und bot die beste Unterstützung, die unsere Redakteurin Birgit Sommer mit ihrem Team nur haben konnte.“

Besonders erfreulich sei, dass es gelungen sei, vom Grundschulkind über den Teenager bis hin zu den jungen Erwachsenen junge Leute für sozialgeschichtliche Zusammenhänge so zu interessieren, dass sie sich selbst am Spinnrad, Webstuhl, Waschbrett, Griffel oder der Sense „fortgebildet“ hätten, um die entsprechenden Szenen kompetent darstellen zu können, schrieb Reitze. „Gerade dieses Engagement kann man nicht genug würdigen.“ (nih)

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