Uhus stehen sogar unter Bewachung

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Waldeck-Frankenberg. Mindestens sieben Uhu-Brutpaare haben Vogelkundler in Waldeck-Frankenberg gezählt. Für sieben weitere mögliche Bruten der fast ausgerotteten Großeule liegen Hinweise vor, sagt der junge Hundsdorfer Ornithologe Michael Wimbauer.

2011 hatten die Beobachter im Kreis zwölf Brutpaare gezählt, die 13 Jungvögel aufgezogen haben. In diesem Jahr ließ sich die Zahl des Nachwuchses nicht ermitteln.

Zeitweise hatten Naturschützer im Kreis bereits Uhu-Horste bewacht. Sie fürchten, dass Jungtiere aus dem Nest gestohlen werden, um sie illegal aufzuziehen und in Volieren zu halten. So wird vermutet, dass im nördlichen Kreisgebiet vor einigen Jahren Eulen-Nachwuchs ausgehorstet worden war. Auch drei Wanderfalken-Bruten mit sieben Jungvögel haben die Ornithologen gefunden.

An einem bekannten Falken-Brutplatz fanden die Vogelkundler dagegen eine andere Art: Uhus hatten den Horst bezogen, berichtete Wolfgang Lübcke, beim Naturschutzbund-Kreisverband zuständig für Ornithologie.

Auf die Rückkehr der eleganten Flieger hoffen Naturschützer im gesamten Landkreis. So wurden in den beiden großen Korbacher Kirchen Nistkästen angebracht, in denen auch Wanderfalken brüten können. Ein Falke war im Sommer längere Zeit in Korbachs Innenstadt unterwegs. Schwarzstörche wurden in vielen Bereichen des Kreises beobachtet. Allerdings fanden die Naturschützer nur drei Horste. Lübcke weist darauf hin, dass sie geeignete Nistplätze in ungestörten Altholz-Baumbeständen brauchen.

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Quelle: HNA

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