Verein zum Erhalt des Lebensraums Burgwald fordert Änderung der Planung

Umgehung zurück in den Schafterbach, sonst wird geklagt

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Burgwald-Wiesenfeld - Die Enttäuschung der vom Verkehrslärm geplagten Anlieger der Bundesstraße 252 zwischen Münchhausen und Marburg über die Verzögerungen durch die Klagen des Naturschutzbundes (NABU) Hessen und eines Landwirtes sind nach Ansicht des Vereins zum Schutz und Erhalt des Lebensraumes Burgwald (VSLB) nachvollziehbar. „Mit diesen rechtlichen Schritten musste gerechnet werden, da die Einwände der Naturschutzverbände und der Landwirte nicht ausreichend berücksichtigt wurden“, erklärte VSLB-Sprecher Torben Majewske aus Wiesenfeld.

Gleiches sei mit Sicherheit auch für die Anlieger in der Gemeinde Burgwald zu erwarten. „Die aktuelle Planung der Ortsumgehung Ernsthausen wurde im Parlament nur mit einer knappen Mehrheit beschlossen und beim Amt für Straßen- und Verkehrswesen gegen den Willen der Ortsbeiräte von Burgwald, Ernsthausen und Wiesenfeld, der Bürgerlisten Burgwald und Ernsthausen, der Landwirte und nicht zuletzt der Naturschutzverbände BUND und NABU in Auftrag gegeben“, heißt es in einer Stellungnahme des Vereins. Alternativen zur Linienführung, die die zu erwartenden Klagen vermeiden könnten, seien nicht berücksichtigt worden.

Nach VSLB-Ansicht kann aus dem Geschehen im Bereich Münchhausen/Wetter nur eine Lehre gezogen werden: „Wir empfehlen dem Parlament, die Planung sofort einstellen zu lassen und fordern eine Lösung im Sinne aller betroffenen Ortschaften und der Naturschutzverbände.“ Dies bedeute eine Rückführung der Umgehung auf den ausgebauten „Schafterbach“ mit einer adäquaten Umfahrung Bottendorfs und nicht, wie vorgesehen, einen kostenintensiven Rückbau der Bundesstraße 252 der Schafterbach-Strecke und die Planung eines parallelen Neubaus in etwa 400 Meter Entfernung über den höchsten Punkt in der Gemeinde Burgwald. „Mit dieser Neubau-Variante hätte Hessen Mobil noch zusätzlich ein großes Problem: Wohin mit den dabei anfallenden 500 000 Kubikmeter überschüssigem Erdaushub?“, fragt der Verein. (vk)

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