Nach Sturm: Nationalpark Kellerwald für Spaziergänger gesperrt

Bilanz: Sturm Xynthia wütete in Waldeck-Frankenberg

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Bäume krachten auf ein Wohnhaus in Frankenberg.

Die Aufräumarbeiten nach dem Sturm Xynthia dauern noch an. Einige Straßen in Waldeck-Frankenberg waren noch am Montagvormittag wegen umgestürzter Bäume gesperrt.

Darunter die B 251 von Meineringhausen in Richtung Kassel, teilte die Polizei mit. Allein im Bereich zwischen Meineringhausen und Sachsenhausen sind auf einem Abschnitt von etwa 400 Meter 150 Bäume umgestürzt oder abgeknickt, diese blockierten die Bundesstraße 251, die gegen 12 Uhr freigeräumt sein sollte.

Nationalpark Kellerwald-Edersee gesperrt

Aktualisiert um 17.52 Uhr, die erste Version dieses Artikels stammt vom 28. 2., 16 Uhr

Zudem ist der Nationalpark Kellerwald-Edersee für Spaziergänger gesperrt, teilt die Nationalparkverwaltung mit. Forstmitarbeiter warnen Spaziergänger generell davor, in den Wald zu gehen. Die Gefahr, dass noch Bäume umstürzen sei groß. Insbesondere rund um Rosenthal, Roda und Gemünden hat es Montagvormittag noch Behinderungen gegeben sagte die Polizei.

Straßenmeistereien und Forstmitarbeiter räumten die Straßen frei. Viele Waldwege sind in Waldeck-Frankenberg zudem von umgefallenen Bäumen blockiert. Noch gibt es aber keine genauen Angaben darüber, welche Waldgebiete besonders betroffen sind. Mitarbeiter der Forstämter sind in den Wäldern unterwegs, um sich einen Überblick zu verschaffen.

Video: Xynthia im Frankenberger Land

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Nähere Informationen werden am Nachmittag erwartet. Im Forstamt Frankenberg geht man davon aus, dass die Schäden deutlich geringer sind, als nach dem Sturm Kyrill im Januar 2007. Das bestätigt auch das Forstamt Vöhl: Als "nicht dramatisch" bezeichnete Eberhard Leicht, Forstamtsleiter in Vöhl, den Zustand des Waldes nach Sturm Cynthia. Er und seine Mitarbeiter waren den ganzen Montag in den Revieren unterwegs, um einen Überblick zu gewinnen. "Es scheint doch unterhalb der Schäden zu bleiben, die Sturm Emma angerichtet hat", sagte Leicht. Es seine mehr Einzelwürfe und keine großen kahlen Flächen zu verzeichnen. Er warnte aber, den Wald in den nächsten Tagen zu betreten: Destabilisierte Bäume könnten kippen, morsche Äste brechen.

Das Sturmtief Xynthia wütete am Sonntag in Waldeck-Frankenberg. Überall waren Straßen gesperrt. Auch die Bundesstraßen 251, 252 und 253 waren stellenweise dicht. Nach Einbruch der Dunkelheit wurden einige Straßen bis zum Montag voll gesperrt. Glücklicherweise gab es laut Polizei im Landkreis nur wenige Verkehrsunfälle, bei denen niemand verletzt wurde.

Video: Aufräumarbeiten nach Xynthia

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Drei Mal fielen Bäume auf fahrende Autos: auf der B 251 zwischen Meineringhausen und Sachsenberg waren ein Fahrer aus Medebach und eine Fahrerin aus Kassel betroffen, zwischen Altenlotheim und Frankenau ein 49-jähriger Frankenauer.

81-Jähriger schwer verletzt

Schwer verletzt wurde allerdings ein 81-jähriger aus Gemünden-Herbelhausen Dort hatte der Wind ein Eisentor aufgedrückt und es ihm gegen den Hinterkopf geschlagen, teilte die Polizei mit. Schwierig war die Anfahrt mit dem Rettungswagen. Er musste wegen umgestürzter Bäume Umwege fahren. Der Mann wurde ins Krankenhaus nach Marburg gebracht, weil die Universitätsstadt leichter zu erreichen war, als Frankenberg.

Am schlimmsten vom Sturm beeinträchtigt war laut Polizei die Stadt Rosenthal. Sie war zeitweise nur noch von Langendorf aus zu erreichen. In etlichen Orten fiel der Strom aus. Auf ein Haus in Frankenberg krachten zwei Fichten. In Frankenberg waren Feuerwehren, Straßenmeisterei, Mitarbeiter des Bauhofs und freiwillige Helfer des Forstes im Einsatz. Allein 187 Anrufe wegen umgestürzter Bäume gingen bei der Polizei in der Ederstadt ein. „Es war ein enormer Kraftakt für die Kollegen“, sagte Polizeisprecher Volker König.

Quelle: HNA

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