Frankenau

Flüchtlingsunterkünfte:  Gefrierhaus und Kiosk im Gespräch

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Frankenau. Die Stadt Frankenau muss wie alle kreisangehörigen Gemeinden und Städte mit weiteren Zuweisungen von Flüchtlingen rechnen.

Das sagte Kreissprecher Dr. Hartmut Wecker auf Anfrage der HNA.

Der Kreis nahm zudem Stellung zu möglichen Unterkünften, die in Frankenau immer wieder genannt werden. Die Wesemühle ist als Unterkunft für Flüchtlinge „eher nicht vorgesehen“, sagt Wecker und bestätigt eine Aussage, die er im August in der HNA geäußert hatte. Und mit Blick auf das „Possom“ in Dainrode, das als Unterkunft für Asylbewerber im Gespräch ist, gibt es laut Wecker „keine Neuigkeiten“.

Frankenaus Bürgermeister Björn Brede sagte, dass auch geprüft werde, ob Asylbewerber in der ehemaligen Gefrieranlage in Ellershausen untergebracht werden könnten. Diese sei einst zu Wohnungen für Obdachlose umgebaut worden.

Außerdem wird derzeit über das Kiosk-Gebäude im Feriendorf Frankenau als mögliche Unterkunft für Asylbewerber diskutiert.

Brede hatte gegenüber der HNA kürzlich gesagt, dass sich der Kreis das Kiosk-Gebäude, das für die Unterbringung von vier Flüchtlingen in Betracht gezogen werden könne, angeschaut habe. In das Haus müssten aber 5000 Euro investiert werden, um es für Asylbewerber herzurichten. „Wir haben noch nichts Schriftliches vom Kreis vorliegen, ob das Gebäude für Flüchtlinge genutzt werden soll“, so Brede.

Zur HNA sagt der Kreissprecher nun: „Der Kreis beabsichtigt nicht, das Kiosk-Gebäde im Feriendorf als Unterkunft für ausländische Flüchtlinge zu nutzen. Ob die Stadt Frankenau das Gebäude nutzen will, um dort Flüchtlinge unterzubringen, muss sie in eigener Verantwortung entscheiden“, so Wecker.

Der Kreissprecher weist in diesem Zusammenhang auf das Prozedere zur Unterbringung von Flüchtlingen hin. Er nimmt dabei Stellung zu den Bemühungen der Stadt Frankenau, bei Privatleuten für die Aufnahme von Flüchtlingen zu werben. „Soweit die Stadt Frankenau Kenntnis von Angeboten hat, privaten Wohnraum im Gebiet der Stadt an ausländische Flüchtlinge zu vermieten, bleibt es ihr unbenommen, den angebotenen Wohnraum selbst anzumieten und dort Flüchtlinge unterzubringen“, sagt Wecker.

Von Philipp Daum 

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Quelle: HNA

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