Projekt an Frankenberger Ortenbergschule

Unternehmer als Lehrer

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Die Abschlussklassen der Ortenbergschule hatten viele Fragen an die heimischen Betriebe, die im Rahmen des Projekts „Unternehmer als Lehrer“ an der Schule zu Gast waren.Foto: Marco Steber

Frankenberg - Im nächsten Jahr heißt es für viele Haupt- und Realschüler Abschied von der Schule nehmen und in das Berufsleben starten. Bei der Entscheidungsfindung für den richtigen Beruf hilft das IHK-Projekt „Unternehmer als Lehrer“. Dabei stellen die Schüler ihre Fragen an Menschen aus der Praxis.

„Was mache ich nach der Schule?“ - eine Frage, die sich viele Schüler der Abschlussjahrgänge stellen. Mittlerweile gibt es zahlreiche Programme und Projekte, die bei der Entscheidungsfindung helfen. Das Programm der Industrie- und Handelskammer, „Unternehmer als Lehrer“ geht den Weg über die Führungsspitze von Firmen. Bereits im vergangenen Jahr beteiligte sich die Ortenbergschule daran, und auch in diesem Jahr bietet sie Schülern die Möglichkeit, Unternehmern aus der Region Fragen zu ihrem Betrieb und zur Ausbildung zu stellen.

Die Firmen Neuschäfer Elektronik, Henkel Heimdecor und Gastronomie mit Herz standen für Fragen bereit. Rund 70 Schüler - alle aus den nächstjährigen Abschlussklassen der Haupt- und Realschule - hatten sich zuvor, je nach Interesse, für eine Firma entschieden. Dann haben die Schüler einen Fragenkatalog erstellt, erläuterte Konrektor Marcel Himmelmann. Darunter waren Fragen zum Produktionsablauf des jeweiligen Betriebes, aber auch zu den Arbeitszeiten oder auch zu Weiterbildungsmöglichkeiten.

Himmelmann sieht die Vorteile des Projektes darin, dass die Schüler nicht nur von den Lehrern erfahren können, worauf es ankommt, sondern von den Unternehmern selbst: „Das hat nochmal einen ganz anderen Stellenwert“, sagt er. Für Wilfried Neuschäfer, Geschäftsführer von Neuschäfer Elektronik, ist es beispielsweise wichtig, dass die Arbeit Spaß macht: „Wenn ihr irgendetwas habt, das euch Spaß macht, dann macht das“, sagte er.

Generell unterstütze er es, wenn Schüler nach der Schule eine Ausbildung anstreben würden: „Man kann auch mit einem Berufsabschluss weit im Job kommen“, nicht nur mit einem Studium. Von ihm wollten die Schüler wissen, was die Grundvoraussetzungen für einen Ausbildungsplatz in seinem Unternehmen seien.

Persönliches Engagement als Grundvoraussetzung

Insbesondere sei dies das persönliche Engagement, sagte Neuschäfer. Darüber hinaus komme es auch auf Grundlagenwissen an, etwa die Grundrechenarten. Weitere Voraussetzungen seien Pünktlichkeit, Respekt im Umgang mit den Vorgesetzten und Lernbereitschaft - denn diese Tugenden würden die Schüler das ganze Leben lang begleiten.

Neuschäfer riet den Schülern auch dazu, sich mit dem Betrieb ihrer Wahl auseinanderzusetzen und nach der Möglichkeit einer Betriebsführung zu fragen: „Dann wisst ihr schon, wie es da aussieht.“ Neuschäfer selbst bot eine solche Führung interessierten Schülern an. (ste)

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