Frohnhäuser appellieren weiter an Behörden

Unterschriften für Tempolimit

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Warnschilder sollen die Verkehrsteilnehmer auf die Gefahrenstellen aufmerksam machen. Dem Frohnhäuser Ortsbeirat geht das nicht weit genug: Er hält an seiner Forderung nach einem Tempolimit fest.Foto: Mark Adel

Battenberg-Frohnhausen - Nach einem tödlichen Unfall im März sind zwar einige Warnschilder an der Landesstraße 3090 aufgestellt worden. Doch erlaubt ist nach wie vor eine Geschwindigkeit von 100 km/h. Der Frohnhäuser Ortsbeirat will einen weiteren Anlauf unternehmen, um doch noch ein Tempo-limit zu erreichen.

Zwei Ausfahrten führen von Frohnhausen auf die Landesstraße 3090, die an beiden Kreuzungen schlecht einsehbar ist. Oft komme es zu brenzligen Situationen, berichtet Ortsvorsteher Bernd Strieder. Er betont aber, dass der schwere Unfall im März, bei dem ein 18-jähriger Motorradfahrer gegen ein abbiegendes Auto prallte und starb, durch ein Tempolimit nicht hätte verhindert werden können.

Dennoch zeigte das Unglück, dass an den Ausfahrten große Vorsicht geboten ist. Die erlaubten 100 Kilometer pro Stunde sind den Frohnhäusern zu viel. Seit Jahren fordern sie eine Begrenzung, die bislang von der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises immer abgelehnt wurde - zuletzt im Frühjahr, fast zeitgleich mit dem schweren Unfall. Schilder wurden trotzdem aufgestellt: Stopp-Zeichen ermahnen Verkehrsteilnehmer zum Anhalten, wenn sie von Frohnhausen auf die Landesstraße auffahren wollen.

„Das ist grundsätzlich nicht falsch“, sagt Bernd Strieder. „Aber wenn ich anhalte und bergauf fahre, komme ich zögerlich in Schwung.“ Deshalb komme es zu brenzligen Situationen mit Autos, die auf der Landesstraße die erlaubten 100 Stundenkilometer fahren - oder vielleicht noch schneller sind.

„Es ist gefährlich“

An der Landesstraße weisen außerdem seit dem Sommer Schilder auf die Ausfahrten hin, weitere Warntafeln informieren über den schlechten Zustand der Straße. Aus Sicht der Frohnhäuser hilft aber nur ein Tempolimit, damit die Gefahrenstellen entschärft werden. „Es kann kein Mensch im Dorf verstehen, dass man sich so schwertut“, ärgert sich Bernd Strieder. „Das kann man nicht nachvollziehen. Es ist gefährlich.“

Der Ortsbeirat hat beschlossen, das weitere Vorgehen mit Bürgermeister Christian Klein abzusprechen und erneut ein Tempolimit zu beantragen. Um ihre Forderung zu bekräftigen, wollen die Frohnhäuser Unterschriften sammeln. (da)

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