HNA unterwegs mit dem rollendem Verkaufswagen: Bisher noch zu wenig Umsatz

Erledigen ihre wöchentlichen Einkäufe im rollenden Verkaufswagen: Elisabeth Wiese (links) und Helene Schäfer aus Röddenau betraten den Wagen an der Kirche. Foto: Wenzel

Frankenberger Land. Ein Verkaufswagen der Firma Gutkauf aus Cölbe fährt seit kurzem mehrmals wöchentlich Dörfer im Frankenberger Land an. Er bietet Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs an. HNA-Mitarbeiterin Lena Wenzel hat eine Tour begleitet.

Als Frank Preis von der Firma Gutkauf aus Cölbe mit dem rollenden Verkaufwagen an der Freien Evangelischen Gemeinde in Haine hält, steht Elisabeth Döls schon an der Straße. „Ich habe mir überhaupt keinen Zettel geschrieben. Jetzt muss ich erstmal gucken“, sagt Döls und lächelt. „Wenn Sie etwas nicht finden, fragen Sie mich ruhig“, erklärt Preis.

Sie packt Nudeln, Reis, Knäckebrot, Butter, Soßen und Kekse in den Korb. „Ich kaufe immer nur so viel, wie ich auch tragen kann“, sagt die Seniorin. Als sich Elisabeth Döls im Verkaufswagen umschaut, betritt auch Christa Hoffmann den „Laden“. Beide sind seit dem ersten Tag vom Angebot begeistert und erledigen ihre wöchentlichen Einkäufe in dem Supermarkt auf vier Rädern. „Anfangs habe ich zwei Mal auf den Wagen gewartet, aber das muss sich ja auch erstmal einspielen“, sagt Döls.

Aus diesem Grund hat die Firma Gutkauf ihre Tour aufgeteilt. „Wir haben die Zeiten in den Orten ausgedehnt und fahren nun an sechs Tagen“, berichtet Preis. Der Zuspruch sei insgesamt gut, aber es sei noch Platz nach oben. „In der ersten Woche waren viele neugierig und haben erstmal geschaut“, berichtet der Gutkauf-Mitarbeiter.

Der Verkaufswagen bietet Obst, Gemüse, Wurst und Teigwaren, Getränke, Konserven sowie Süßigkeiten. Auch Gisela Roos fällt das breite Angebot auf. „Es ist ja alles da“, sagt sie. Sie unterstützt den Verkaufswagen gern. „Wer weiß, wann ich nicht mehr fahren kann und darauf angewiesen bin“, erklärt sie.

Klingelnd fährt Frank Preis weiter durch das Dorf und hält die Augen offen. „Die Kunden können mich an jeder Ecke anhalten“, sagt er. Auch Elisabeth Wiese und Helene Schäfer aus Röddenau sind froh über das Angebot. „Hier hat man alles, was man braucht“, sagt Wiese. Was im Verkaufswagen fehlt, kann bestellt werden. Beim nächsten Besuch erfüllt Frank Preis dann auch diesen Wunsch.

„In den Orten, wo Flyer verteilt wurden, ist das Angebot gut angekommen“, sagt Bernd Bamberger, Geschäftsführer der Firma Gutkauf. Dennoch reiche der Umsatz noch nicht aus, um die Kosten zu decken. „Ich bin bereit, den Verkaufswagen ein halbes Jahr als Zuschussgeschäft zu betreiben, aber danach muss etwas dabei herumkommen.“ Momentan seien nicht einmal die Kosten des Fahrzeugs gedeckt. „Der Einkauf pro Kopf müsste höher sein.“

Trotzdem ist Bamberger guter Dinge und hofft, dass das Geschäft zukünftig besser läuft. „Wir machen das nicht nur, um Geld zu verdienen, wir wollen helfen“, sagt er mit Blick auf die fehlenden Läden in den kleinen Orten. Probleme mit örtlichen Betrieben wie Metzger und Bäcker habe es bisher nicht gegeben.

Von Lena Wenzel

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare