Halloween Midnight Shopping in Frankenberg

Untotes Treiben in der Stadt

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Kreativität war gefragt: Viele Besucher des Gruselfestes in der Fußgängerzone kamen gruselig geschminkt.

Frankenberg - Bis Mitternacht auf den Beinen waren am Samstag Tausende gruselig verkleidete Kunden, Bummler und Horrorfans in der Frankenberger Innenstadt: Das elfte Halloween Midnight Shopping war wieder einmal ein Publikumsmagnet.

Wenn ein Horrorfest und ein echter Feiertag am gleichen Tag begangen werden, ist das Verkehrschaos vorprogrammiert: Der übliche Besucherandrang aus dem Westfälischen zu Allerheiligen fiel am Samstag mit dem Halloween Midnight Shopping zusammen. Und so voll wie die Frankenberger Innenstadt waren auch die Straßen. Nahe dem Verkehrskollaps suchten Besucher zwischen Bahnhof, Landratsamt und Wehrweide nach einer Parkmöglichkeit.

Endlich fündig geworden, wurden sie in der Innenstadt mit einem besonderen Einkaufserlebnis belohnt: Der Tag hatte sich mit einem Hauch von Spätsommer präsentiert, und so war die Innenstadt schon früh gut besucht. In der Dämmerung waren es insbesondere die kleinen Geister und Hexen, die auf der Suche nach Süßigkeiten von einem Geschäft in das nächste stürmten, stets ein „Süßes, sonst gibt’s Saures“ auf den Lippen.

Zu späterer Stunde, als der wieder aufziehende Nebel für die passende Atmosphäre sorgte, bevölkerten dann deutlich furchteinflößendere Gestalten die Fußgängerzone: Zombies, Maskenmörder, zusammengenähte Leichen, Vampire und vielerlei mehr. Beschaulicher hingegen gestaltete sich die Stadtführung. Das Ehepaar Balz berichtete aus der glorreichen Geschichte Frankenbergs vor dem großen Stadtbrand, von der Neu- und der Altstadt und noch aus persönlichem Erleben von der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Trompeter Michael Hahn begleitete die rund drei Dutzend Interessierten, die am Hexenturm ein wärmendes Getränk erhielten.

Die Schaufenster leben

In der Innenstadt setzten die veranstaltenden Kaufleute derweil auf Altbewährtes: Zwei Stelzenläufer zogen zwischen Brezel- und Krustenbraten-Stand die Blicke der Passanten und die Objektive Hunderter Smart-phones auf sich. Ein Karussell begeisterte die allerjüngsten Gespenster, während die Eltern sich von den Neuwagen einiger heimischer Autohäuser faszinieren ließen. Musikalisch setzten mit ihrem hohen Niveau wieder die First Guards of St. Kilian Akzente, die nicht nur schottische Lieder zum Besten gaben.

In den Geschäften gab es für die Besucher immer wieder herbstliche Leckereien, ein Glas Sekt oder ein Erfrischungsgetränk – ebenso wie eigens für das alljährliche Horrorfest gestaltete Angebote. „Wir sind mit dem Ergebnis und dem Verlauf der Veranstaltung sehr zufrieden und werden uns sicher auf das zwölfte Halloween vorbereiten“, resümierte André Kreis, Vorsitzender des Kaufmännischen Vereins.

Etwas Besonderes hatte sich der Verein für die leerstehenden Geschäfte ausgedacht: Gruselgestalten der Edertalschule brachten untotes Leben in die Schaufenster und sorgten bei unachtsamen Passanten für wohliges Erschrecken.

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