Burgwald

Urlaubsregion nicht ohne Not aufgeben

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- Burgwald (rou). Die Sommersaison neigt sich dem Ende zu – und in den Gemeindeverwaltungen wird mit den Vorbereitungen der Haushaltsentwürfe 2012 begonnen. Spätestens bei den Etatberatungen dürfte die Zukunft der Touristischen Arbeitsgemeinschaft Burgwald wieder zum Streitthema in den Parlamenten werden.

Die Kassen der meisten Kommunen in der Region Burgwald sind leer, jeder Euro wird zweimal umgedreht. Und vor allem die Ausgaben für den Tourismus werden erfahrungsgemäß kritisch beäugt. Rechnen sich die Investitionen? Was hat die Tourismus-Förderung in den vergangenen Jahren gebracht? Und wie profitiert die einzelne Gemeinde von der Arbeit der Touristischen Arbeitsgemeinschaft Burgwald (TAG), besser bekannt unter dem Namen Burgwald-Touristservice?

Diese Fragen sind vor der letzten Vertragsverlängerung der Kommunen mit der TAG über Wochen hitzig in den Gemeindevertretungen und Stadtparlamenten erörtert worden. Lange war unklar, ob das Angebot aufrechterhalten werden kann. Denn das Finanzierungskonzept ist auf Kante genäht. Schert eine Kommune aus, könnte dies zum Aus der TAG führen. Doch eine Lösung wurde gefunden. Während dieser Tage in den Verwaltungen mit den Vorbereitungen der Haushaltsentwürfe 2012 begonnen wird, hat Kai-Uwe Spanka hinter den Kulissen mit der Lobbyarbeit für den Touristservice begonnen. Der Bürgermeister der Stadt Wetter ist aktuell Vorsitzender der Region Burgwald-Ederbergland und Beiratsmitglied der TAG.

Der Grund für die Bemühungen: Der Vertrag läuft im Mai aus, die Parlamente müssten, sollte der Burgwald-Touristservice weitergeführt werden, bei der Verabschiedung des Haushalts 2012 Geld für die TAG auf der Ausgabenseite einplanen.Derzeit wird die TAG von Burgwald, Rosenthal, Gemünden, Münchhausen, Wetter, Lahntal, Cölbe, Kirchhain, Rauschenberg sowie Wohratal finanziert. Diese zehn Kommunen teilen sich die Personalkosten in Höhe von rund 48 000 Euro. Diese verteilen sich auf zwei Stellen: eine umfasst 30 Wochenstunden, die andere fünf. An den Marketingkosten des Touristservice beteiligt sich auch die TOuR GmbH des Landkreises Marburg-Biedenkopf.

„Nach vielen Jahren erfolgreicher Arbeit möchten wir für den Fortbestand der TAG werben“, schreibt Spanka in einem Brief an Stadtverordnete aus der Region. Kontinuierlich sei die touristische Infrastruktur aufgebaut worden. Im Vordergrund hätten zunächst die Wanderwege gestanden. „Die Ergebnisse können sich sehen lassen“, lautet Spankas Fazit. Die Region Burgwald-Ederbergland verfügt über 18 zertifizierte Wanderwege. Viele Wanderer und die Menschen der Region würde diese hervorragend ausgeschilderten Wege nutzen. Für die Besucher sei zudem ein Flyer mit 40 geführten Themenwanderungen erstellt worden.

Unterstützt habe der Touristservice zudem den Ausbau der privaten Übernachtungsmöglichkeiten. Allein in diesem Jahr seien wieder zwei Häuser als „Wanderbare Qualitätsbetriebe“ ausgezeichnet worden. Viele der inzwischen zehn zertifizierten Betriebe seien dauerhaft ausgebucht, schreibt Spanka.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Donnerstag, 1. September

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