Gerichtsurteil

Nach Kopfnuss: Mann darf keine öffentlichen Veranstaltungen mehr besuchen

Frankenberg. Weil er einem anderen jungen Mann bei einer Party unvermittelt eine Kopfnuss versetzt hat, wurde ein 18-Jähriger aus Frankenberg vom Jugendgericht verurteilt. Unter anderem darf er im nächsten halben Jahr keine öffentlichen Veranstaltungen mehr besuchen.

700 Euro Schmerzensgeld muss er an das Opfer, einen 18-jährigen Schüler aus Frankenberg, zahlen. Hinzu kommen 300 Euro Geldstrafe, die dem Förderverein der Edertalschule zugute kommen werden, sowie 20 Stunden gemeinnützige Arbeit.

Bei einer Karnevalsparty in Battenberg waren die beiden am 10. Februar aneinandergeraten. Gegen 1.30 Uhr stand der 18-jährige Täter, der derzeit eine Ausbildung absolviert, mit seinem besten Kumpel vor dem Eingang. Dort traf er auf das spätere Opfer, einen Freund der Ex-Freundin seines besten Kumpels. Zwischen diesen beiden gab es in der Vergangenheit Streit um die Ex-Freundin.

Nach angeblich provozierenden Blicken bepöbelten und bedrohten sich die alkoholisierten jungen Männer. Daraufhin versetzte der 18-jährige Täter seinem Opfer die Kopfnuss - laut seiner Aussage, um den Kumpel zu schützen.

Der 18-jährige Täter nutzte die Gelegenheit vor Gericht, um sich bei seinem Opfer zu entschuldigen. Neben der Geldstrafe, dem Schmerzensgeld und den Arbeitsstunden sprach Richterin Hülshorst zusätzlich ein Verbot aus, im nächsten halben Jahr öffentliche Veranstaltungen zu besuchen. (jus)

Mehr lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare