Winter bleibt nicht lange

Väterchen Frost hat lange gewartet

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Der Winter ist spät: Im Sonnenschein blühen die Schneeglöckchen. Wiesenfeld sieht mittlerweile bepudert aus.Fotos: Roland Schmidt, Patricia Kutsch

Von Roland Schmidt - Da ist der Schnee: Seit Tagen rieselt es weiß und jetzt beginnt er auch in tiefen Lagen liegen zu bleiben. Doch das winterliche Treiben gibt nur ein Zwischenspiel.

Wer nach den vielen milden Tagen der vergangenen Wochen darauf gesetzt hatte, dass Eis und Schnee auch in diesem Jahr Mangelware bleiben würden, hat sich getäuscht. Nachdem es zunächst nur in den Bergen weiß wurde, schlägt Frau Holle jetzt auch in den Tälern zu.

Dabei konnte man bis Mitte Januar noch glauben, dass bald der Vorfrühling starten würde: Winterlinge und Schneeglöckchen öffneten ihre Blüten, Allergiker litten unter dem verfrühten Flug der Haselpollen und erste Zugvögel, die gar nicht erst weit in den Süden geflogen waren, kehrten zurück. Und selbst in den Hochlagen der Mittelgebirge, wo nach dem Jahreswechsel noch die Lifte surrten, wurde das glitzernde Weiß allmählich knapp.

Erst ab dem 18.Januar, nachdem endlich kältere Luft bis zu uns vorgedrungen war, konnten dort die Beschneiungsanlagen laufen. Die werden mittlerweile nicht mehr gebraucht, denn während es in den Niederungen in dieser Woche nur in den Frühstunden mal richtig weiß war, präsentieren sich die Berglagen bereits dick verschneit.

Zum Monatsende setzt der Winter nun noch einen drauf und schickt uns aus Nordwesten einen permanenten Kaltluftstrom.

Für alle Fans von Väterchen Frost und Frau Holle heißt es also, die nächste Woche nutzen und den Schnee genießen - zumindest in den Tälern wird er sich wohl nicht lange halten. Ein Winter, der auch noch im März mit eisiger Härte regiert, wie wir ihn zuletzt 2013 erlebten, ist in diesem Jahr nicht zu erwarten, stattdessen können wohl schon in der zweiten Februarhälfte alle Frühlingsboten weiter kräftig sprießen und erblühen.

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