Ortsverband feierte 70. Geburtstag

Interview: VdK-Präsidentin Verena Bentele beim Festakt in Bottendorf

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Die 37 Jahre alte Verena Bentele ist seit Mai 2018 Präsidentin des Sozialverbandes VdK.

Trotz ihres vollen Terminkalenders ließ es sich Verena Bentele nicht nehmen, dem VdK-Ortsverband Bottendorf und seinen 212 Mitgliedern zum 70. Geburtstag zu gratulieren.

Die 37 Jahre alte Verena Bentele ist seit Mai 2018 Präsidentin des Sozialverbandes VdK. In ihrer sportlichen Karriere von 1995 bis 2011 wurde sie vierfache Weltmeisterin und zwölffache Paralympics-Siegerin im Biathlon und im Skilanglauf. 2013 bestieg sie mit dem Kilimandscharo den höchsten Berg Afrikas und als erster blinder Mensch auch den Mount Meru.

Beim Festakt des VdK in Bottendorf haben wir mit ihr über Inhalte und Ziele des Sozialverbandes gesprochen.

Frau Bentele, welche Menschen kommen zum VdK?

„Heute sind es nicht nur die Kriegsversehrten, Witwen und Waisen. Heute kommen auch viele andere Menschen zu uns: Menschen mit Behinderung und auch Menschen, die Unterstützung brauchen oder erwerbsgemindert sind. Um diese Menschen kümmern wir uns.“

Was hat sich in den vergangenen Jahren verändert?

„Wir haben heute eine gemischte Mitgliederstruktur - mit älteren, aber auch mit jüngeren Menschen und auch mit immer mehr Frauen, die sich einbringen. Das ist ganz großartig.

Wie steht der VdK zu dem politischen Ruf nach einem Einsamkeitsministerium?

„Da kann ich nur milde den Kopf schütteln. Es gibt doch schon den VdK. Der Sozialverband erfüllt wichtige gesellschaftliche Aufgaben und hat viele Möglichkeiten und Mittel, die Menschen zu erreichen. In den nächsten Wochen werden wir zwei Millionen Mitglieder erreichen. Der VdK wächst. Da bin ich sehr stolz drauf.“

Wie will der VdK auch jüngere Menschen gewinnen?

„Wir arbeiten auch viel mit digitaler Kommunikation wie Facebook oder Instagram. Wir sind ein moderner und kreativer Verband.“

Was macht der VdK inhaltlich?

„Erstens: Kommunikation in den sozialen Medien, auch um unsere Botschaft in dem politischen Raum zu verbreiten. Zweitens die Rechtsberatung, um unseren Mitgliedern zu helfen, ihre Ansprüche durchzusetzen. Besonders wichtig ist die riesige Themenbandbreite im sozialen Bereich. Jeder weiß, wie schwierig es ist, Pflegeplätze zu bekommen. An diesem Thema wird der VdK dranbleiben. Große Themen für uns sind auch die Barrierefreiheit und die Rente.“

Worin besteht die aktuelle Herausforderung?

„Uns ist klar, dass wir nur mit Parteien zusammenarbeiten, die unsere Grundwerte aus dem Grundgesetz tolerieren, niemanden ausgrenzen und alle Minderheiten mit einbeziehen.“

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