31-Jähriger aus Frankenberger Land festgenommen – Einschlägige Vorstrafen

Verdacht: Kindesmissbrauch

Frankenberg/Marburg. Ein 31-jähriger Mann aus dem Frankenberger Land soll ein Kind in zwei Fällen sexuell missbraucht haben. Das Amtsgericht in Marburg erließ deshalb einen Untersuchungshaftbefehl gegen den Beschuldigten.

Der 31-Jährige wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft Marburg festgenommen und nach einem gesundheitlichen Zusammenbruch in die Krankenabteilung der Justizvollzugsanstalt in Kassel gebracht. Dort verkündete ihm der Haftrichter des Amtsgerichts Kassel den Haftbefehl. Der Verbleib des Beschuldigten in der Justizvollzugsanstalt in Kassel wurde angeordnet.

Die Staatsanwaltschaft Marburg hatte im vergangenen Herbst gegen den Beschuldigten ein Ermittlungsverfahren wegen des Besitzes kinderpornographischer Schriften eingeleitet, heißt es in einer Pressemitteilung.

Computer beschlagnahmt

Bei der Auswertung des bei ihm beschlagnahmten Computers sowie einer externen Festplatte seien Bilder gefunden worden, die den dringenden Verdacht eines sexuellen Missbrauchs in zwei Fällen begründen. Die mit der Auswertung des Computers beauftragte Firma informierte die Staatsanwaltschaft Marburg am Donnerstag. Die erließ noch am selben Tag den Untersuchungshaftbefehl.

Wie Staatsanwältin Annemarie Wied weiter mitteilt, stand der 31-Jährige bereits mehrfach wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern vor Gericht.

Der Beschuldigte sei im Jahre 1999 vom Landgericht in Siegen unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren verurteilt worden, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Freiheitsstrafe im Jahr 2002

Im Jahr 2002 erfolgte laut Wied eine Verurteilung durch das Amtsgericht in Marburg wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten, woraufhin die Bewährung der Jugendstrafe widerrufen wurde.

Unter Führungsaufsicht

Nach seiner Haftentlassung im August 2005 sei der Beschuldigte unter Führungsaufsicht gestellt worden: Das heißt, er stand unter Aufsicht und Leitung eines Bewährungshelfers. Es seien ihm weitere umfangreiche Weisungen erteilt worden. Zudem sei der Beschuldigte in das Konzept der Zentralstelle zur Überwachung rückfallgefährdeter Sexualstraftäter aufgenommen.

Derzeit dauern die Ermittlungen noch an. (nh/mab)

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Quelle: HNA

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