Vereinsvertreter diskutierten über Jugendarbeit

Vereine sollen in die Schulen gehen

Allendorf-Eder. Große Resonanz gefunden hat die Einladung des Allendorfer Bündnisses für Familie an alle Vereine, Schulen, Kirchen, Kindergärten und Eltern. Etwa 60 Vereinsvertreter kamen dazu am Dienstagabend ins Sportheim des SV Allendorf. Es ging um die Frage, wie man kontinuierliche Jugendarbeit gewährleisten und junge Leute für Vereine gewinnen kann.

Empfehlungen zur besseren Integration von Jugendlichen gab Berufsschullehrer Erhard Pauly in einem Eingangsreferat. Fachkundige Gäste waren der Leiter des Fachdienstes Sport beim Landkreis Waldeck-Frankenberg, Matthias Schäfer, sowie Peter Schreiber, Koordinator der Sportjugend Hessen.

Wie kann ich Motivation entwickeln? – Das ist nach Darstellung des Allendorfer Bürgermeisters Claus Junghenn eine zentrale Frage. Eltern müssten erkennen, dass „es nicht damit getan ist, ihre Kinder zu einer Sport- oder Vereinsveranstaltung zu bringen und anschließend wieder abzuholen“. Als positives Beispiel nannte Junghenn die Allendorfer Voltigiermädchen: „Die erzählen ihren Eltern schon, was sie wollen.“

Übungsleitern, Trainern und Betreuern komme eine zentrale Bedeutung zu, waren sich die Teilnehmer der Diskussionsrunde einig. Engagierte Übungsleiter und Betreuer könnten wichtige Bezugspersonen für Jugendliche werden und junge Leute auch dazu anregen, später selbst Verantwortung in Vereinen oder Verbänden zu übernehmen.

Unter dem Aspekt ganztägigen Unterrichts müsse man auch darüber nachdenken, wie die Vereine stärker in die Schule kommen könnten, sagte der Leiter des Kreis-Fachdienstes Sport, Matthias Schäfer. Dieser Schritt dürfe nicht an Honoraren scheitern.

„Da muss jetzt ein Veränderungsdenken kommen.“

Matthias Schäfer

„Ich rede nicht nur über Sport, sondern auch über kirchliche Arbeit oder Musik“, betonte Matthias Schäfer im Gespräch mit der HNA. Auch über hauptberufliche Betreuer von Jugendlichen müsse man nachdenken. „Da muss jetzt ein Veränderungsdenken kommen“, sagt Schäfer.

In verschiedenen Arbeitskreisen solle das Thema nun weiter beraten und diskutiert werden, kündigte Bürgermeister Claus Junghenn an. (off)

Quelle: HNA

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