SG Eder

Mit Vereinsgründung die Zukunft sichern

+
Dem vorläufigen Höhepunkt in der noch jungen Geschichte der Spielgemeinschaft Eder, dem Aufstieg in die Kreisoberliga, sollen in den nächsten Jahren weitere folgen: weiter unter dem Namen SG Eder, die jedoch am Mittwoch einen neuen Status erhalten soll. V

Frankenberg-Viermünden - Acht Monate nach dem TSV Hessen Frankenberg hat am Donnerstagabend auch der TSV Viermünden/Schreufa die Voraussetzung für die Gründung des neuen Vereins SG Eder geschaffen. Er soll am Mittwochabend aus der Taufe gehoben werden.

Die Fußballer der SG Eder schweben weiter auf Wolke sieben. Die Erste belegt nach dem Aufstieg in die Kreisoberliga den fünften Platz, die Zweite führt die Tabelle der Kreisliga B an und hat die Meisterschaft im Fokus. Die Euphorie bei den Fußballern des TSV Frankenberg und des TSV Viermünden/Schreufa ist groß: Am Dienstag begrüßten die Trainer Fajko Efendic und Manfred Hacker 36 Spieler.

Genau diese hohe Zahl könnte zur neuen Runde zum Problem für die SG Eder werden. Denn Vereine, die gemeinsam in den Ligaspielbetrieb starten wollen, müssen vor jeder Saison den Antrag auf Genehmigung einer Spielgemeinschaft stellen. Bei 36 Spielern könnte der Verband die Zulassung mit der Begründung verweigern, dass ausreichend Fußballer zur Verfügung stehen, um zwei eigenständige Mannschaften in die Saison zu schicken. Die SG Eder wäre damit Geschichte, der TSV Frankenberg und der TSV Viermünden/Schreufa müssten wieder eigenständig agieren.

Bei den Jugendspielgemeinschaften sehe dies nicht anders aus, erklärte Andreas Schmaler am Donnerstagabend bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung im Sportheim in Viermünden. Denn auch im Jugendbereich ist die Sorge nachvollziehbar: Die JSG Eder stellt in der Fußball-Saison insgesamt zwölf Mannschaften, von den G- bis zu den A-Junioren. Etwa 180 bis 200 Kinder tragen die rot-blauen Trikots. „Doch wir brauchen eine gesicherte Perspektive“, begründete der Spartenleiter Fußball beim TSV Viermünden/Schreufa den Schritt, dem der TSV Frankenberg bereits im Januar zugestimmt hat.

Geplant ist, die Spielgemeinschaft Eder in eine SG Eder als eingetragenen Verein zu entwickeln. Gründen soll sich der neue Verein am Mittwoch, 12. September, um 19.30 Uhr im Sportheim des TSV „Hessen“. Die Vereinsgründung sei das Ergebnis der Arbeit der vergangenen Jahre. „Wie können wir die Fußball-Zukunft neu gestalten“, habe sich der Verein schon vor Jahren gefragt, erinnerte Vorsitzender Harald Rudolph. Die Antwort: „Mit Frankenberg einen neuen Verein aus der Taufe heben, um den Fußball weiter voranzubringen.“

In diesen neuen Verein soll allein der Fußball-Spielbetrieb der zwei Hauptvereine ausgelagert werden. Die SG Eder darf laut Satzung Mitglieder aufnehmen, aktive Fußballer müssen jedoch entweder Mitglied im TSV Frankenberg oder im TSV Viermünden/Schreufa werden und erhalten dadurch automatisch ihre beitragsfreie Mitgliedschaft in der SG Eder. Auch die finanziellen Belastungen würden sich für die beiden Ursprungsvereine nicht ändern: „Wir können weiter nur das machen, was wir uns leisten können“, stellte Schmaler klar und erläuterte, dass die Ausgaben identisch seien, „egal ob wir als SG Eder spielen oder als SG Eder e.V.“. Bislang seien die Mitgliedsbeiträge der Fußballer und die zweckgebundenen Spenden den Fußballsparten der beiden Vereine zugeflossen, künftig werden sie an die SG Eder überwiesen. Möglich wird dies durch eine Satzungsänderung, die ohne Gegenstimme beschlossen wurde. Neu festgeschrieben ist, dass der TSV auch als Förderverein tätig werden darf. Auch die Abstimmung über die grundsätzliche Vereinsgründung fiel einstimmig aus.

Bedenken, dass der TSV Viermünden/Schreufa die Kontrolle über die neue SG Eder verlieren könnte, seien unbegründet. Die Hauptvereine hätten laut der erarbeiteten Satzung eine Stimmenmehrheit. „Nach außen wird sich nichts ändern“, sagte Schmaler. „Durch den Verein erhalten wir nur die Sicherheit, unseren Weg weiter gehen zu können.“ Das leidige Thema der Beantragung der Spielgemeinschaft könne dadurch zu den Akten gelegt werden.

Als Vorstand sollen dem neuen Verein Wolf-Dieter Tams, Andreas Schmaler und Christoph Kroll sowie Kassierer Kurt Battefeld, Schriftführer Jörg Unglaube und Jugendleiter Andreas Mann vorstehen. Kontrolliert würden sie von einem Aufsichtsrat, dem laut Satzung grundsätzlich die beiden Vorsitzenden und die beiden Kassierer der Hauptvereine sowie Rechtsanwalt Robert Ingenbleek und Steuerberater Lothar Czeczatka angehören.

Die Gründungsversammlung ist öffentlich, weitere Gründungsmitglieder sind willkommen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare