Parkrinder in Rengershausen

Vereint für die Erhaltung des Parkrinds

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Corinna Müller, John Carrick, Hartmut Müller und Jean Carrick beim Besuch der Rengershäuser Parkrindherde im ausklingenden September. Foto: Rouven Wagner

Frankenberg-Rengershausen - Der Rengershäuser Archehof arbeitet bei der Zucht von Parkrindern mit der englischen Familie Carrick zusammen. Die hat dem Hof einen Besuch abgestattet.

Die Eheleute John und Jean Carrick nutzten die vergangenen sonnigen Tage, um sich einen Eindruck von der deutschen Parkrindzucht zu verschaffen und gleichzeitig einen Gegenbesuch in Rengershausen abzustatten.

Schon vor zwei Jahren war deren Betrieb „Castle-Farm“ in Swanton Morley bei Norfolk eines der Ziele einer Reisegruppe von deutschen Parkrindzüchtern, die der Einladung der englischen „White Park Cattle Society“ gefolgt waren, um sich über die Entwicklungen der Zucht im Vereinigten Königreich zu informieren. Dabei waren sie auch Gäste der Eheleute Carrick, die neben den Parkrindern auch die jüngere regionale Rinderrasse „Lincoln Red“ halten.

Nachdem im Frühling dieses Jahres Corinna Müller aus Rengershausen ihre Semesterferien genutzt hatte, um zwei Monate lang im Betrieb der Carricks als „Cow-Girl“ ihre Sprachkenntnisse zu perfektionieren und dort auch Besuch ihrer Rengershäuser Familie erhielt, kündigten die Carricks den Gegenbesuch auf dem Archehof in Rengershausen an.

Die Rasse „Weißes Parkrind“ gilt als eine der ältesten Rinder-rassen der Welt. Untersuchungen am Berliner Institut für Zoo- und Wildtierforschung haben erst im vergangenen Jahr bestätigt, dass einzelne Individuen Erbgut weitergeben, das eine große Nähe zu den ausgestorbenen Auerochsen nachweist. Gleichzeitig stehen Parkrinder genetisch in einer deutlichen Distanz zu den anderen euro-päischen Rinderrassen. Auf den britischen Inseln spielen sie eine wichtige Rolle in den „Fairy-Tales“ - den Sagen um das Feen-Volk, das nach keltischer Überlieferung jenseits der Tore zur „Anders- Welt“ lebt.

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