Körperverletzung: Verfahren gegen 40-Jährigen eingestellt

Frankenberg. Vor dem Amtsgericht in Frankenberg ist am Montag das Verfahren gegen einen 40 Jahre alten Mann aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg wegen Geringfügigkeit eingestellt worden.

Er muss aber 20 gemeinnützige Arbeitsstunden ableisten – „sonst sehen wir uns hier wieder“, sagte Richterin Andrea Hülshorst unmissverständlich in ihrem Schlusswort.

Der Mann war erst vor knapp zwei Jahren mit seiner Familie aus Kasachstan in den Landkreis eingewandert. Ihm hatte die Staatsanwaltschaft vorgeworfen, am 14. August vergangenen Jahres gegen 18 Uhr seine Ehefrau während eines Streits gewürgt, geschubst und durch die Wohnung geschleudert zu haben. „Dabei erlitt die Frau Verletzungen im Hals- und Nackenbereich“, sagte der Vertreter der Staatsanwaltschaft. Außerdem soll der arbeitslose Mann seine jetzt 39 Jahre alte Ehefrau beleidigt haben: „Schlampe, dumm, Lügnerin und Klauerin“, sollen gefallen sein.

Das Ehepaar hat zwei Kinder, eines ist erst wenige Monate alt. Der nicht vorbestrafte Ehemann ist derzeit arbeitslos und erhält Geld vom Sozialamt, sie ist Hausfrau. Vor dem Amtsgericht wollten beide Eheleute keine Angaben zum Hergang an dem Abend im vergangenen August machen. Der Mann wollte sich als Angeklagter zu den Vorwürfen nicht äußern, seine Ehefrau machte von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch: „Ich möchte gar nichts sagen.“ Auch ein Polizeibeamter im Zeugenstand konnte wenig zur Aufklärung des Sachverhalts beitragen. Eine körperliche Auseinandersetzung konnte er nicht bestätigen. (mjx)

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Quelle: HNA

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