Verhalten bei Spatenstich: McGovern hat „Recht auf freie Meinungsäußerung“

Karsten McGovern

Marburg/Wetter. Das Verhalten des Ersten Kreisbeigeordneten Karsten McGovern (Grüne) beim symbolischen Spatenstich zum Baubeginn der Umgehung von Wetter wird vom Hauptausschuss des Kreises Marburg-Biedenkopf nicht offiziell missbilligt.

Statt einem entsprechenden FDP-Antrag wurde im Haupt- und Finanzausschuss mehrheitlich ein Alternativantrag der Koalition beschlossen, laut dem der Respekt vor der freien Meinungsäußerung überwiegen muss.

McGovern hatte sich beim Spatenstich am 29. Juli zwar für das Gruppenfoto aufgestellt, verweigerte jedoch, einen Spaten in die Hand zu nehmen. Zuvor hatte er darauf verwiesen, dass die jetzige Trassenführung nicht unumstritten ist. Zudem werde durch das erste Teilstück der Umgehung keine Entlastung herbeigeführt.

Die FDP, die zudem eine Dienstaufsichtsbeschwerde beim Regierungspräsidium eingereicht hat, wollte nun eine „Missbilligung wegen ungebührlichen Verhaltens“ durch den Kreistag erreichen. Angelika Aschenbrenner begründete den Antrag damit, dass McGovern als Vize-Landrat und somit offizieller Vertreter des Kreises vor Ort gewesen sei. Deshalb hätte er die Mehrheitsmeinung vertreten müssen. (kse)

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Quelle: HNA

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