Verhaltenskodex ist für Übungsleiter im Kreis Pflicht

Waldeck-Frankenberg. Ehrenamtliche Betreuer und Trainer, die mit Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten, müssen zum Abschluss ihrer Ausbildung einen Verhaltenskodex unterzeichnen.

„Mit ihrer Unterschrift erklären sie sich einverstanden, zum Schutz der Kinder zu handeln und gegen sexistisches Verhalten Stellung zu beziehen“, sagt Maxi Behrendt vom Landessportbund Hessen (LSBH). Der Kodex müsse von allen Mitarbeitern im hessischen Sport unterschrieben werden, egal ob ehrenamtlich oder hauptberuflich.

Die strenge Regelung gilt in Hessen in allen Kreisen. Allerdings gibt es beim Thema „Führungszeugnis“ Unterschiede. Während im Kreis Kassel Trainer und Betreuer auch dazu verpflichtet sind, erweiterte Führungszeugnisse vorzulegen, gilt in Waldeck-Frankenberg diese Regelung nicht. „Ich habe nichts davon gehört, dass hier auch so verfahren wird“, sagt Uwe Steuber, Vorsitzender des Sportkreises Waldeck-Frankenberg. Laut Steuber würde diese Regelung zwar für mehr Sicherheit für Kinder und Jugendliche sorgen, würde es den Vereinen aber noch schwerer machen, Übungsleiter zu finden.

Im Kreis Kassel waren im Zuge der Neuregelung Vereine von der Kreisverwaltung dazu aufgefordert worden, erweiterte Führungszeugnisse von ihren Betreuern einzureichen. Grundlage ist eine 2012 im Bundestag beschlossene Ergänzung des Kinderschutzgesetzes, nachdem sexuelle Übergriffe von Jugendbetreuern auf Kinder und Jugendliche bekannt wurden. „Ob die Führungszeugnisse vorgelegt werden müssen oder nicht, regelt aber jeder Kreis für sich“, erklärt Maxi Behrendt.

Von Kevin Hildebrand 

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Quelle: HNA

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