Netzversorger arbeiten enger zusammen

Eon verkauft ihr altes Betriebsgelände

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Das alte EAM-Gelände, in dem die Eon Mitte tätig war, hat nach deren Umzug in den Betriebshof der EGF Günter Ahlborn für das Bottendorfer Unternehmen Elektro Ochse erstanden.

Frankenberg - Im Rahmen der Re-Kommunalisierung der Eon-Mitte arbeitet diese künftig auch räumlich enger mit der heimischen EGF zusammen. Ihr Gelände an der Wilhelm-Finger-Straße sicherte sich das Bottendorfer Unternehmen Elektro Ochse.

Umziehen hieß es in den vergangenen Tagen für die Mitarbeiter auf dem ehemaligen EAM-Gelände an der Wilhelm-Finger-Straße: Ihre neue Bleibe ist der Betriebshof der Energiegesellschaft Frankenberg (EGF) in der Auestraße. Im Rahmen der Re-Kommunalisierung des Netzbetreibers in Kassel arbeitet dieser enger mit dem heimischen Energieversorger zusammen. Das Betriebsgelände ist bereits verkauft - es sicherte sich Günter Ahlborn für das Bottendorfer Unternehmen Ernst Ochse.

Die Mitarbeiter der Eon und der EGF sollen künftig nicht nur Nachbarn sein, sondern auch ihre Zusammenarbeit intensivieren. Bereits am Freitag begrüßten EGF-Geschäftsführer Karl-Heinz Schleiter und der Leiter der Eon-Mitte-Netzregion Biedenkopf, Marcus Hief, gemeinsam mit dem Leiter des Netzservice Süd, Michael Weber, die Mannschaft der Eon Mitte in ihrem neuen Domizil. „Der gemeinsame Standort in der Auestraße hat für die beiden Unternehmen Vorteile, insbesondere im operativen Netzbetrieb durch kurze Wege und bessere Erreichbarkeit“, betonten Karl-Heinz Schleiter und Marcus Hief. Vorgesehen ist die gemeinsame Nutzung von Lagern und technischen Einrichtungen. Auch profitierten die Versorger von kürzeren Wegen bei der Abstimmung im Gasnetzbetrieb, den Eon für die EGF in der Kernstadt und den Stadtteilen Röddenau, Rengershausen und Schreufa übernimmt. Auch das Tagesgeschäft mit Tiefbau- und Elektrobaufirmen würde verbessert.

In der Auestraße hat Eon rund 140 Quadratmeter Bürofläche sowie weitere 250 Quadratmeter Neben- und Lagerflächen von der EGF angemietet. Von dort aus sollen die Mitarbeiter des Biedenkopfer Regioteams tätig sein, die für den südlichen Teil des Landkreises Waldeck-Frankenberg zuständig sind. Bisher hatte der Netzservice für diese Region seinen Stützpunkt im Betriebsgebäude des Umspannwerkes Frankenberg in der Wilhelm-Finger-Straße.

Vermieten oder selbst nutzen

Das dürfte nicht lange leerstehen: Das Bottendorfer Unternehmen Elektro Ochse hat sich das Gelände über seinen Bauleiter Günter Ahlborn gesichert. „Was genau daraus wird, muss sich zeigen“, erklärte Ahlborn, der ebenso wie die Eon zum Kaufpreis schwieg. Es handle sich um eine Grundstücksfläche von etwa 7500 Quadratmetern, auf dem das alte Betriebsgebäude, Garagen und Lagerhallen stehen. Das angrenzende Umspannwerk ist von dem Kauf nicht betroffen.

„Für uns hat sich der Kauf angeboten, um eine Fläche in petto zu haben“, sagte Ahlborn im Gespräch mit der Heimatzeitung. Es gebe keinen akuten Nutzungsbedarf - ähnlich war die Firma etwa im Jahre 2010 vorgegangen, als sie im interkommunalen Gewerbegebiet ein 5000 Quadratmeter großes Grundstück erworben hatte und sich die doppelte Fläche als Erweiterungsgebiet hatte reservieren lassen. „Wir brauchen immer mal Ausweichflächen“, erklärte Ahlborn.

In der Wilhelm-Finger-Straße kommt offenbar aber auch eine weitere Nutzung in Betracht: „Wir wollen schauen, ob wir das Gelände eventuell vermieten können“, sagte der Bauleiter der Firma Ochse. Für die ist die Eon keine Unbekannte: Das Bottendorfer Unternehmen, das Elektriker, Maurer, Techniker und kaufmännische Angestellte beschäftigt, bietet unter anderem Kanalarbeiten an. Es arbeitet bereits seit Jahren auch im Auftrag der EGF sowie für die Kommunen Frankenberg, Rosenthal, Allendorf und Burgwald - aber auch für die Telekom und eben für Eon Mitte. (gl/r)

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