Insgesamt wurden 5,5 Millionen Euro investiert

Verkehrsgesellschaft ALV hat in Bottendorf Betriebshof gebaut und 20 Busse gekauft

In der neuen Fahrzeughalle: (von links) Joachim Otto (NVV), Dr. Olaf Winter (EWF), Udo und Kristina Diehl und Landrat Dr. Reinhard Kubat bei der Einweihung des Betriebshofs der ALV Oberhessen in Bottendorf. 

Bottendorf. Für 1,35 Millionen Euro hat die Verkehrsgesellschaft ALV Oberhessen im Gewerbegebiet Frankenberg/Burgwald am Ortsrand von Bottendorf einen Betriebshof gebaut. Dazu gehören eine Fahrzeughalle mit Waschstraße, Tankstelle, Büro, Lager und Aufenthaltsraum.

Die ALV kommt aus Marburg-Biedenkopf und betreibt bereits Linien in den Regionen Diemelsee und Bad Arolsen. Seit zwei Jahren fährt die ALV auch die Linien 506 im Oberen Edertal und seit einem Jahr den Stadtbus in Frankenberg. Da diese Verträge über jeweils zehn Jahre gelten, habe sich die ALV „relativ schnell entschieden, neu zu bauen“, sagte Geschäftsführer Udo Diehl jetzt bei der Einweihung des Standortes in Bottendorf, an dem 25 Mitarbeiter arbeiten.

Auf 7500 Quadratmetern Fläche – davon 500 Quadratmeter in den Hallen – sei Platz für 25 bis 30 Busse, die im Frankenberger Land im Einsatz sind. „Wir haben 20 neue Busse gekauft“, sagte Diehl. Dadurch habe die ALV an dem neuen Standort in den vergangenen anderthalb Jahren insgesamt 5,5 Millionen Euro investiert. „Das tut uns, der Region und dem ÖPNV gut“, sagte Diehl.

Vorteile für die Fahrgäste, die vor allem Schüler sind, seien der „höchstmögliche Standard“, den die neuen Busse erfüllten, und die Nähe zu den Linien. „Wir haben alle Busse vor Ort und können bei Betriebsstörungen schnell reagieren.“

Die Verlässlichkeit der ALV als Partner betonten auch die Vertreter von Landkreis, Nordhessischem Verkehrsverbund (NVV) und Energie Waldeck-Frankenberg (EWF), die für den Öffentlichen Personennahverkehr und die Schülerbeförderung zuständig sind.

Joachim Otto, Verkehrsplaner des NVV, lobte die gut funktionierende Unternehmerlandschaft in Nordhessen und sprach von einem „fairen Wettbewerb für guten öffentlichen Nahverkehr“.

Landrat Dr. Reinhard Kubat nannte gerade den Schülerverkehr ein sensibles Thema: „Wenn etwas nicht klappt, ist die Aufregung der Eltern sehr groß. Deshalb ist es wichtig, dass wir bei Bussen, Fahrern und Organisation Qualität haben. Das sehe ich hier in guten Händen“, sagte Kubat.

Die ALV bediene in Waldeck-Frankenberg im Jahr mit fast 50 Bussen mehr als zwei Millionen Kilometer, sagte Dr. Olaf Winter von der EWF. Mit dem neuen Betriebsstandort in Bottendorf sei „eine gute Basis auch für weitere Ausschreibungen gelegt“, so Winter.

Auf weitere Aufträge in Waldeck-Frankenberg hofft auch Udo Diehl. „Wir sind gekommen, um zu bleiben“, nahm er einen Spruch aus der Rede von Landrat Kubat gerne auf.

Von Jörg Paulus

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