Verlobung statt Verurteilung: Verfahren wegen sexueller Nötigung eingestellt

Frankenberg/Bottendorf. Weil er seine Ex-Freundin sexuell genötigt haben sollte, stand ein 37-Jähriger aus dem Frankenberger Land am Donnerstag vor dem Frankenberger Amtsgericht. Das Verfahren wurde eingestellt.

Die 30-jährige Ex-Freundin gab an, mittlerweile mit dem Angeklagten verlobt zu sein. Das Paar lebe seit dem vergangenen Wochenende in einem Frankenberger Stadtteil zusammen. „Wir wollten einen Neuanfang“, sagte sie vor Gericht.

Weil sie weitere Aussagen verweigerte, konnte das Gericht die polizeilichen Vernehmungen nicht verwerten. Auch nicht die Berichte über die spektakuläre Festnahme des Angeklagten durch ein Sondereinsatz-Kommando der Polizei am 1. Oktober in Bottendorf.

Wie die Polizei damals berichtete, hatte die damalige Ex-Freundin die Beamten verständigt, weil sie befürchtete, dass sich der 37-Jährige etwas antue oder etwas anderes geschehen könnte. Damit hatte er gedroht, wenn sie nicht noch einmal mit ihm schlafe. Zuvor hatte sie in seiner Wohnung ein täuschend echt aussehendes Sturmgewehr entdeckt.

In dem Glauben, dass es echt sei, hatte sie die Polizei verständigt. Das SEK überwältigte den Angeklagten vor seiner Bottendorfer Wohnung. Es stellte sich heraus, dass es sich bei der Waffe um ein vollautomatisches Softair-Gewehr (Spielzeugwaffe mit Luftdruck) handelte. Allerdings hätte der 37-Jährige auch für den Besitz dieser Waffe eine Genehmigung gebraucht.

Er gab vor Gericht an, dass ein Freund das Gewehr nur vorübergehend bei ihm in der Wohnung deponiert habe. Dennoch durfte er die Waffe nicht in der Wohnung lagern. Dafür wurde er zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je 30 Euro verurteilt.

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Quelle: HNA

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