Vermisster Mann nach fast 30 Stunden lebend im Wald gefunden

Wangershausen. Ein seit Donnerstagmorgen vermisster 74-jähriger Mann aus Wangershausen ist am Freitagnachmittag nach fast 30 Stunden in einem Waldstück zwischen Somplar und Frankenberg lebend gefunden worden.

Ein 46 Jahre alter Mountainbiker aus Hallenberg fand den Vermissten in hilfloser Lage in der Nähe des Abzweiges nach Röddenau.

Der Mann war zuletzt am Donnerstagmorgen gegen 10.30 Uhr gesehen worden. Er war mit einem Elektrorollstuhl unterwegs und ist auf Medikamente angewiesen. Polizei und später auch die Feuerwehr beteiligten sich an einer großangelegten Suche nach dem 74-Jährigen. Dabei war auch eine Wärmebildkamera im Einsatz. Im Rundfunk und auch auf HNA.de wurden Suchmeldungen veröffentlicht. Am Donnerstagabend wurden auch ein Polizeihubschrauber und zwei spezielle Hunde, sogenannte Mantrailer, eingesetzt. Die Hunde können anhand von Geruchsspuren die Fährte des Vermissten aufnehmen.

Aktualisiert um 20.25 Uhr.

Aber erst ein Radfahrer entdeckte den hilflosen Mann am Freitag gegen 16 Uhr, nachdem fast 30 Stunden nach ihm gesucht worden war. Auf einem Waldweg etwa einen Kilometer von der Landesstraße entfernt (Kesslers Grund) hatte sich der Wangershäuser mit seinem Rollstuhl festgefahren, berichtete die Frankenberger Polizei am späten Freitagnachmittag. Auf Krücken hatte er noch versucht, sich zu befreien, war aber nach einigen Metern zusammengebrochen und auf dem Waldboden liegen geblieben. Wie lange er dort lag, stehe noch nicht fest. Es deute aber alles darauf hin, dass der 74-Jährige bereits in der Nacht auf Freitag dort lag.

Es ist wohl den milden Witterungsbedingungen zu verdanken, dass der Wangershäuser die Nacht überlebte, sagte die Polizei. Als die Rettungskräfte am Fundort eintrafen, sei der Mann zwar verwirrt, aber ansprechbar gewesen. Sein Zustand könne als stabil bezeichnet werden. Die Kameraden der Feuerwehr Frankenberg bargen den Mann und trugen ihn etwa einen Kilometer weit bis zum Rettungswagen, der ihn ins Frankenberger Krankenhaus brachte. Lebensgefahr bestehe nicht.

Einsatzleiter Thomas Fröhlich zeigte sich dann auch sehr erleichtert und dankte allen eingesetzten Kräften für ihre hohe Einsatzbereitschaft. „Zum Glück haben wir ihn gefunden, eine weitere Nacht im Freien hätte der Mann wohl nicht überlebt“, sagte der Polizeibeamte. (nh/jpa)

Quelle: HNA

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