Mehr zum Thema: Stefan Hermes als Schulleiter der Edertalschule eingeführt

„Verspüre große Neugier“

Im Kreise seiner neuen Schützlinge: Stefan Hermes (Zweiter von links), neuer Schulleiter der Edertalschule, mit (von links) Tim Meiser, Chris Schinke und Christopher Ostrowski von der Schülervertretung. Foto: Stehr

Frankenberg. Stefan Hermes, der neue Schulleiter der Edertalschule, hatte es eilig. Rainer Walenzik vom Staatlichen Schulamt und Bürgermeister Rüdiger Heß hatten ihre Grußworte zu seiner Amtseinführung bereits überbracht. Nun wollte auch Hermes einige Worte loswerden. Doch Cornelia Jordan aus dem Lehrerkollegium bremste ihren neuen Vorgesetzten kurz aus. Bevor er reden durfte, sollte er erst noch ein Geschenk erhalten. So bekam Hermes unter dem Applaus der Lehrer, Eltern- und Schülervertreter eine Grünpflanze überreicht.

Doch durch die Blume sprach der neue Chef der Edertalschule in seiner anschließenden Rede nicht. Zwar habe er noch kein Programm, da er erst einmal eine Analyse vornehmen wolle, doch er wisse, dass viel Arbeit auf ihn zukommen werde. „Ich verspüre eine große Neugier“, verriet Hermes zu Beginn seiner Ansprache. Ein wichtiger Baustein seines Schaffens werde der Unterricht und der Umgang mit den Schülern bleiben. „Der Unterricht der Edertalschule soll auch weiterhin auf hohem Niveau bleiben“, sagte Hermes und fügte an: „Das gilt aber auch für unsere außerschulischen Angebote – wir wollen uns der Welt öffnen.“

Initiativ tätig werden

Immer wieder werde es „Baustellen“ geben, an denen er arbeiten müsse, war sich Hermes sicher. „Aber ich möchte auch initiativ tätig werden und meine eigenen Spuren hinterlassen“, erklärte der 44-Jährige. Dabei solle es „keine Schnellschüsse und keine Alleingänge geben“, macht er klar.

Immer wieder betonte er, dass ihm Kommunikation mit allen an der Schule beteiligten Personen – Schülern, Eltern, Verwaltung und Kollegen – wichtig sei. „In den nächsten Tagen werde ich Einzelgespräche mit den Kollegen führen“, sagte er. Direkt nach seiner Amtseinführung nahm er sich Zeit für Tim Meiser, Chris Schinke und Christopher Ostrowski von der Schülervertretung.

„Wer führt, muss dabei die Richtung vorgeben und andere motivieren mitzufahren“, hatte Rainer Walenzik von Staatlichen Schulamt als erster Redner Stefan Hermes mit auf dem Weg gegeben. „Es stehen sicherlich auch einige schnelle Entscheidungen an“, sagte Walenzik und erinnerte daran, dass die aktuelle Diskussion um die acht- oder neunjährige Gymnasialzeit auch die Edertalschule betreffen wird. „Nicht überstürzt handeln, nicht alles verändern, das Bewahrenswerte entdecken“, lautete sein Tipp zum Amtsantritt.

Rüdiger Heß begrüßte den in Oldenburg geborenen Hermes zunächst persönlich und im Namen der Stadt in Frankenberg. „Ich denke, die Niedersachsen kommen mit uns Nordhessen ganz gut aus“, sagte der Bürgermeister lachend. „Auch sie werden hier sicher ihre Spuren hinterlassen.“

Von Claudia Stehr

Quelle: HNA

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