Frankenberger Gospelchor gab beeindruckendes Konzert in der Liebfrauenkirche

Viel Freude an der Musik

Gospelchor in Begleitung: 55 Sängerinnen und Sänger unterhielten ihre vielen Zuhörer am Freitagabend in der Liebfrauenkirche. Musikalische Unterstützung gab es von den Instrumentalisten (von links) Jörg Bomhardt, Michael Hahn und Matthias Müller. Fotos:  Moniac

Frankenberg. Voll auf ihre Kosten kamen die Freunde der Gospelchormusik beim Konzert der evangelischen Kirchengemeinde am Freitagabend in der Liebfrauenkirche Frankenberg. Schon beim Einmarsch demonstrierten die 55 bunt gekleideten Sänger mit einem afrikanischen Hallelujah Lebensfreude und Spaß am gemeinsamen Auftritt.

„Ich bin ganz überwältigt, wie viele Menschen zu uns gekommen sind“, sagte Chorleiter Alexander Meyer angesichts der voll besetzten Bänke. Der frühere Kantor führte mit gewohnt leichtem Ton durchs Programm, indem er kurze Hinweise zu den nach Herkunft und Entstehungszeit zusammengestellten Liedblöcken gab. Zugleich vermittelte er sein großes eigenes Engagement und eine selbstverständliche Freude an der Musik. Die übertrug sich rasch auf die Zuhörer, die mit rhythmischem Klatschen und Mitsummen oder sogar Mitsingen ihre Zustimmung zeigten.

Bei „The Gospel Train is Coming“ sollte das Publikum laut Meyer den Zug „heranrauschen hören“. Dem Stück folgte mit „Freedom is Coming“ eines der ersten Lieder des Chors, der seit nunmehr zehn Jahren besteht.

Die nächsten Darbietungen gab es mit Bandbegleitung: Matthias Müller am Klavier, Michael Hahn am Schlagzeug und Jörg Bomhardt am E-Bass sorgten auch bei mehreren anderen Songs für rasante Instrumentaleinsätze und zum Teil jazzige Elemente.

Ein Block mit traditionellen Gospels folgte, darunter das melancholische „Deep River“. Auch „Let the Night Shine Bright“ und „Swing Low“ waren dem Publikum nicht fremd und riefen herzlichen Beifall hervor.

Bei einer Serie afrikanischer Lieder verließen die Sänger ihre angestammten Plätze und wanderten durch den Kirchenraum. Besonderer Effekt dieses Einfalls: der Genuss der wunderbaren Akustik der Liebfrauenkirche.

„Wer schon einmal eins unserer Konzerte besucht hat, weiß, dass die Zuhörer nicht ungeschoren davonkommen“, erklärte Meyer zu Beginn eines Blocks zeitgenössischer Gospels. Bei einem Kanon wurden also alle Anwesenden eingespannt und auch für kommende Zeiten zum Mitsingen eingeladen: Die Chorprobe findet jeweils donnerstags von 19 bis 20 Uhr statt.

Weiter ging es mit zwei hebräischen Friedensgebeten, in denen sich im wachsenden Tempo die Sehnsucht nach dem Ende aller Gewalt ausdrückte. Bewundernswert war die Leistung der Sänger, die die vielen englischen wie afrikanischen und hebräischen Texte auswendig beherrschten.

Das Konzert endete mit einem sanften Schlaflied, doch die Zuhörer erkämpften sich Zugaben, bis der Chor in den Hintergrund entschwand.

Von Marise Moniac

Quelle: HNA

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