Gemünden

Viel Herzblut für die Partnerschaft

- Es ist das Engagement von wohlmeinenden Menschen, das Frieden und Freundschaft wachsen lässt: Francois Quiniou hat Vieles zum Aufbau der Partnerschaftsvereinigung Illiers/Combry geleistet.

Gemünden/Illiers. Francois Quiniou zählte mit zu den Gründungsmitgliedern des Partnerschaftsvereins Illiers/Combray, ist ein Mann der ersten Stunde. Aus Altersgründen ist er nun zurückgetreten und schaut mit ein bisschen Wehmut auf die dreieinhalb Jahrzehnte, in denen die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Partnerstädten Gemünden und Illiers durch viele Aktivitäten kontinuierlich gewachsen sind und an denen der passionierte Handballspieler Francois Quiniou maßgeblich beteiligt war. Ob es die Sportlerbegegnungen, die Schulaustauschfahrten oder Jubiläumsfeiern waren – er plante, organisierte und gestaltete aktiv mit. „Die Partnerschaft zwischen unseren beiden Städten wäre ohne Francois Quiniou nicht denkbar“, fasst die Vorsitzende der Gemündener Partnerschaftsvereinigung, Anita Thursar, die Meinung vieler Mitglieder zusammen. Auch wollte er es sich nicht nehmen lassen, zusammen mit seiner Frau Helene, die ihn bei all seinen Aktivitäten immer unterstützte und begleitete, bei seinen Gemündener Freunden durch einen persönlichen Besuch die 35-jährigen Kontakte nochmals durch Wort, Bild und persönliche Gespräche gemeinsam Revue passieren zu lassen und sich für die Zukunft der partnerschaftlichen Beziehungen beider Städte stark zu machen. Familie Quiniou war eine knappe Woche zu Gast bei ihren langjährigen Freunden Anita und Rainer Thursar. Höhepunkt ihres Besuches war ein gemütlicher Abend mit einigen Vorstandsmitgliedern und Freunden der Partnerschaftsvereinigung und dem Bürgermeister Frank Gleim, der zusammen mit der Vorsitzenden Anita Thursar das große Engagement ihres französischen Gastes würdigte. Beide überreichten ihm als herzliches Dankeschön für seinen unermüdlichen Einsatz Erinnerungsgeschenke. Aussöhnung Für Familie Quiniou gab es einen wichtigen Grund, sich auf diese Weise für die Freundschaft zwischen Illiers und Gemünden mit so viel Herzblut einzusetzen: „Wir haben im Zweiten Weltkrieg und noch danach die Feindschaft zwischen Frankreich und Deutschland miterleben müssen. Krieg ist das schlimmste, was Völkern passieren kann. Helene und ich sind De Gaulle und Adenauer immer dankbar dafür gewesen, dass sie den Grundstein für die Aussöhnung durch den historischen Vertrag der deutsch-französischen Freundschaft gelegt haben. Und die wachsenden freundschaftlichen Beziehungen der einzelnen Menschen unserer Städte tragen entscheidend mit dazu bei, dass es zwischen unseren beiden Ländern niemals mehr Krieg geben kann; denn auf Freunde schießt niemand!“ Francois, und Helene Quiniou stehen symbolisch für die Freundschaft zwischen Illiers und Gemünden. „Wir hoffen, dass Ihr beiden noch an so manchem Austausch teilnehmen könnt, auch wenn sie nicht von euch so nett und herzlich organisiert werden“, sagte Anita Thursar zum Abschied der französischen Gäste.Bürgermeister Frank Gleim sprach dem Ehepaar für ihren Einsatz nochmals ein herzliches Dankeschön der Stadt Gemünden aus und hofft auf ein baldiges Wiedersehen. (r)

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