Kritik an der Energieerzeugungsgesellschaft Wotan

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Windpark Burgwald: Insgesamt acht Winderäder erzeugen jetzt dort Strom. Die vier neuen Anlagen haben rote Markierungen auf den Flügeln.

Burgwald. Die vier neuen Windräder bei Ernsthausen produzieren so viel Strom, dass sie 8400 Haushalte damit versorgen können. Im Mai hatte die Firma Wotan mit dem Bau begonnen. Jetzt läuft nach Angaben der Firma alles rund. Dennoch gibt es Kritik an und Gerüchte um die Windkraftanlagen.

• Ein Gerücht macht die Runde, dass Wotan im Windpark Burgwald vier weitere Windräder bauen wolle. „Das stimmt nicht“, sagt Bauleiter Hans-Jürgen Rosendahl. Und es mache auch keinen Sinn. Zusätzliche Windräder würden sich gegenseitig stören.

Allerdings, so sei Rosendahl zu Ohren gekommen, seien Leute unterwegs, die vorgäben, im Namen der Firma Wotan Land für weitere Anlagen zu pachten. „Unsere Firma ist das nicht“, betont der Bauleiter. Wenn sich in der Region allerdings weitere geeignete Standorte auftun würden, wäre Wotan sehr interessiert, fügt er hinzu.

Beim Regierungspräsidium Kassel (RP), das für die Baugenehmigung zuständig ist, ist kein weiterer Bauantrag für neue Windräder in dem Bereich eingegangen, teilte die Behörde auf HNA-Anfrage mit.

• Befasst ist das RP allerdings mit einem „illegalen Wegbau“, wie Pressesprecher Conrad mitteilt. Für die Anlieferung der großen Anlagenteile hatte der Windradbauer einen Waldweg von der B 236 zwischen Münchhausen und Berghofen zur Anhöhe bei Ernsthausen verbreitert – zwar im Einvernehmen mit dem Eigner, dem Hessen-Forst, aber ohne Genehmigung des RP. Der Abschnitt liegt in der Gemarkung Berghofen. „Umweltfrevel“, empörte sich Ortsbeiratsmitglied Reiner Arnold und wandte sich ans RP.

Nach Information Conrads hat der Windradbauer nun nachträglich einen Bauantrag gestellt. Der werde geprüft. Parallel dazu müsse das Unternehmen mit einem Ordnungswidrigkeitsverfahren rechnen.

• Kritik geübt wird im Internet daran, dass die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck (Thüringen) und die Stadtwerke Erlangen (Bayern) nun mit jeweils 45 Prozent an den Windrädern beteiligt sind. „Warum übernehmen nicht Energieversorger aus der Region die Anlagen?“, so die Kritik. Die Antwort von Eon-Mitte und der Energiegesellschaft Frankenberg: Sie seien leider gar nicht gefragt worden. Bei der Energie Waldeck-Frankenberg hieß es, dass die Anlagen nicht in ihrem Tätigkeitsgebiet lägen.

• Und ein weiteres Gerücht: Die neuen Windräder hätten technische Mängel und würden nicht richtig funktionieren. „Das stimmt nicht. Im Gegenteil“, sagt Bauleiter Rosendahl. Allerdings liefen noch die kurz nach Inbetriebnahme üblichen Wartungsarbeiten.

Quelle: HNA

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