Museum für Schreufa

Viele Ideen und eine finanzielle Hürde

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Frankenberg-Schreufa - Auf drei Säulen soll das Konzept für die neue Nutzung der alten Schule stehen: Schulgeschichte, Märchenstube und Wettermuseum, wobei Letzteres von besonderer Bedeutung wäre. Doch bevor diese Pläne umgesetzt werden können, muss eine ordentliche Summe aufgebracht werden.

Beim Rundgang für den Wettbewerb „Unser Dorf“ hatte 2011 alles angefangen: Damals wurde die Idee geboren, aus der alten Schule neben der Kirche ein Museum zu machen. Brunhilde Gaul und ihr Bruder Karl-Heinz Gaul, die Enkel von Lehrer Conrad Liese (siehe Text unten) und Besitzer des alten Schulhauses, waren begeistert und versprachen, dem Dorf das Haus zur Verfügung zu stellen.

Mit Engagement und Kreativität hat eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Claudia Sommerlad, Daniela Neuschäfer, Hendrik Sommer, Christel und Werner Böhle, Klaus Hartmann, Karl-Heinz Gaul und Andreas Heyer, ein Konzept für die verschiedenen Räume ausgearbeitet. Am Dienstagabend stellte Claudia Sommerlad diese Pläne vor. Sie betonte jedoch, dass diese nicht in Stein gemeißelt seien: Weitere Anregungen und Änderungen sind möglich.

Den zahlreich erschienenen Interessierten wurde bei aller Dankbarkeit für die engagierte Arbeit der AG schnell klar, dass gleich zu Beginn eine große Hürde zu nehmen ist: Denn die Sanierung des 1838 erbauten Gebäudes und die Umgestaltung sind mit hohen Kosten verbunden.

Allein als Startkapital und für die Antragstellung auf Leader-Förderung sind 30000 Euro notwendig, von denen ein Teil in den Kaufpreis und die verbundenen Kosten, etwa für den Notar, fließt. Denn aus rechtlichen Gründen können die Geschwister Gaul das Haus nicht verschenken, sondern müssen einen Betrag im unteren fünfstelligen Bereich fordern.

Bis zum Ende der Sommerferien müsse dieses Geld zur Verfügung stehen, sagte Klaus Hartmann. Für das gesamte Projekt hat die Arbeitsgruppe Kosten in Höhe von etwa 150000 Euro berechnet, informierte er weiter. Allerdings seien viele darin enthaltene Faktoren auch in Eigenleistung möglich. Die Mitglieder der AG haben bereits damit begonnen, Firmen um Spenden für das Projekt zu bitten. Hartmann appellierte an die Anwesenden, ebenfalls Spenden zu sammeln oder das eigene Portemonnaie zu zücken.

Die Vereine ins Boot holen

Claudia Sommerlad nannte zahlreiche Beispiele, wie weiteres Geld für die alte Schule generiert werden könnte: So könne jeder Verein kleinere, wenig aufwendige Veranstaltungen ausrichten, deren Erlös in die Sanierung und Unterhaltung fließen könne. Als Beispiele nannte sie einen Liederabend des Männergesangvereins, ein Landfrauen-café oder eine Märchenaufführung der Theatergruppe im Garten der alten Schule. „Wenn jeder Verein einmal im Jahr etwas macht, kommen wir finanziell bestimmt gut über die Runden“, sagte sie. Zudem solle das Gebäude der Dorfgemeinschaft zur Verfügung stehen, etwa für gemütliche Kaffee- oder Glühweintrinken, Spinnstuben, kleinere Ausstellungen. Unter dem Dach könnte das Dorfarchiv eingerichtet werden.

Als nächste Schritte sind ein Tag der offenen Tür für alle Interessierten im Schulgebäude und die Gründung eines Vereins geplant. Diese soll am 29. April stattfinden.

Mehr lesen Sie am Donnerstag, 11. April, in der Frankenberger Zeitung

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