Waldtausch in Frankenau wird nach langer Vorbereitung konkret

Viele kleine gegen ein großes Stück tauschen

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Revierleiter Jürgen Bachmann vor dem Mühlenberg zwischen Frankenau und Altenlotheim: Dieses Waldstück soll bei einem Tausch aus dem Besitz von Hessen-Forst in den der Stadt Frankenau übergehen. Foto: Andrea Pauly

Frankenau - Künftig soll der Mühlenberg zwischen Frankenau und Altenlotheim zum Stadtwald gehören. Dafür soll die Stadt ein knapp 30 Hektar großes Waldstück oberhalb des Altenlotheimer Sportplatzes und weitere acht teils sehr kleine Flächen an den Staat abgeben. Der Tausch soll Vorteile für alle Beteiligten haben.

Tauschgeschäfte können sich schwierig gestalten: Keiner möchte den Kürzeren ziehen, aber beide wollen etwas vom Gegenüber haben. Wenn dann noch die Wünsche von Kommunalpolitikern, Ortsbeiräten, Jagdgenossen und Bürgern berücksichtigt werden, kann ein solches Geschäft einen erheblichen Aufwand darstellen.

Auch in Frankenau gestaltete sich der Waldtausch zwischen der Stadt und Hessen-Forst nicht ganz einfach - kein Wunder, stehen doch acht versprengte kleine Flächen aus dem Besitz der Stadt einem zusammenhängenden Stück Staatswald gegenüber. Mit Revierleiter Jürgen Bachmann haben die Beteiligten einen Vermittler, der keinen der beiden Vertragspartner bevorteilen kann - denn er ist „Diener zweier Herren“: Er ist sowohl zuständig für den Staatswald, als auch für den Stadtwald und damit der Kommune. Zudem ist der Louisendorfer ein Bürger der Stadt Frankenau. Und auch für die hat ein Waldtausch Vorteile, sagt Jürgen Bachmann: „Ich bin überzeugt, dass wir durch den Tausch ein noch besseres Ergebnis im Stadtwald erzielen können. Und das ist im Interesse jeden Steuerzahlers in Frankenau, weil dadurch mehr Geld ins Stadtsäckel fließt“.

Läuft der angestrebte Waldtausch nach Plan, erhält die Stadt ein 61,5 Hektar großes Waldstück, nämlich den Mühlenberg links der Landesstraße zwischen Altenlotheim und Frankenau. Dafür gibt Frankenau 70,4 Hektar Stadtwald an Hessen-Forst ab. Knapp 30 Hektar oberhalb des Altenlotheimer Sportplatzes machen davon das Gros aus. Die restlichen Flächen sind verstreut auf den ganzen Stadtwald und befinden sich unter anderem bei Altenlotheim, Louisendorf und am Feriendorf. Sie grenzen an den Staatswald oder sind davon umgeben, so dass die Bewirtschaftung für die Stadt wenig ertragreich ist. Für Hessen-Forst würden sie einen sinnvollen Lückenschluss bedeuten.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Mittwochausgabe der Frankenberger Zeitung.

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