Kinder aus Allendorfer Stadtteilen bauen Insektenhotels zum Schutz der gefährdeten Lebewesen

Viele Nistplätze für kleine Nutztiere

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Allendorf (Eder) - Durch Landwirtschaft sowie Straßen- und Städtebau sind für viele Insekten geeignete Lebensräume selten geworden. Mit dem Bau von Insektenhotels haben 22 Kinder aus den Allendorfer Ortsteilen Nistmöglichkeiten geschaffen.

Ohne Schlupfwespen, Kleinkäfer, Bienen und Hummeln würden Blumen, Obst und Gemüse nicht bestäubt werden. Dadurch wäre die Vermehrung von Pflanzen und die Ernährung gefährdet. Außerdem regulieren diese Insekten im Garten den Schädlingsbefall auf natürliche Weise. Um ihren Nutzen weiter zu gewährleisten, haben sich 22 Kinder aus den Allendorfer Ortsteilen um den Schutz der Insekten gekümmert.

Das die Lebensräume für Insekten in Mitteleuropa selten geworden sind, kann ihnen mit Nistmöglichkeiten zur Brutaufzucht in sogenannten Insektenhotels geholfen werden. Den Bau der Häuschen boten der Allendorfer Kulturförderkreises und der Luftsportverein Ederbergland während der Ferienspiele der Gemeinde.

Die Kinder bauten die Insektenhotels unter der sach- und fachgerechten Anleitung erwachsener Betreuer. Der Gruppe stand die Werkstatt der Segelflugsparte des Luftsportvereins am Flugplatz mit allen Maschinen, Werkzeugen und Werkbänken zur Verfügung.

Die Betreuer um Organisator Gerhard Specht hatten bereits vorher die kompletten Bausätze angefertigt. Es mussten die Bretter für das Gehäuse zurechtgeschnitten werden, die später als Dach, Vorder-, Seiten- und Hinter-Wände sowie als Boden zusammen montiert wurden.Gefüllt wurden die Hotels mit Tannenzapfen, getrockneten Schilfstücken, Baumrindenstücken und Holzstücken.

Die Kinder ließen die Kästen von ihren Eltern in Gärten, auf Wiesen oder im Wald aufhängen. In ihnen finden die Insekten Platz zur Eiablage.

von Erwin Strieder

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