Frankenberg: Nachtschicht, während andere feiern

Für viele ist Silvester ein mehr oder weniger normaler Arbeitstag

- Frankenberg. Unzählige Sektkorken knallen auf unzähligen Partys. Doch nicht jeder konnte den Jahreswechsel feiern: Krankenschwestern, Polizisten oder Kellner haben an Silvester am Arbeitsplatz mit Mineralwasser angestoßen.

Ob als Kassierer in der Tankstelle, als Koch im Restaurant oder als Taxifahrer: Für viele Menschen ist Silvester ein normaler Arbeitstag – oder auch eine normale Arbeitsnacht. Während die einen schon nachmittags anfangen, in das neue Jahr zu feiern, machen andere das Beste aus der Situation. „Es geht reihum, und dieses Jahr trifft es eben uns“: Michael Schultze sieht seinen Nachtdienst gelassen. Der Polizist sorgt in dieser Nacht mit seinem Kollegen der Dienstgruppe für Sicherheit und Ordnung im Frankenberger Land – es ist ein ruhiger Jahreswechsel für die Beamten. „Mal so, mal so“ sei es in den vergangenen Jahren gewesen, sagt der Beamte. Ab 2 Uhr werde es schon mal mehr – dann sorgt der Alkohol schon mal für die ein oder andere schlagkräftige Auseinandersetzung. Nachtschichten gehören auch zum Arbeitsalltag von Christiane Buhl. Für die Krankenschwester ist Silvester keine Ausnahme – sie hat in den vergangenen 30 Jahren schon oft in der Nacht zum 1. Januar gearbeitet und da war mal mehr, mal weniger los. Zumindest Stürze auf glatten Wegen sind in diesem Jahr ausgeschlossen – ansonsten gibt es jedes Jahr wieder silvestertypische Wehwehchen wie Brandverletzungen. Deutlich einsamer ist der Dienst von Dr. Marion Sander: Die Apothekerin steht in der Eder-Apotheke für Kunden bereit, und die hat ab Samstagmittag und in der Silvesternacht Notdienst. Eine ausklappbare Couch und ein Fernseher verschönern die Wartezeit auf den nächsten Kunden. Von Mark Adel Mehr in der Printausgabe der FZ vom 2. Januar 2012

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