Adventskonzert der Edertalschule in Frankenberg

Vielversprechender Nachwuchs

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Frankenberg - Es sind Augenblicke beim Adventskonzert der Edertalschule, die einen im Trubel vor Weihnachten kurz innehalten lassen: Kinder, die nervös mit ihren Instrumenten und vor Aufregung glühenden Wangen umherlaufen, und ihre Lehrer, die entspannt und mit einem gutmütigen Lächeln auf das Gewusel schauen.

In jedem Jahr richten sich in der Frankenberger Kulturhalle alle Augen vor allem auf die jüngste Orchesterklasse, die nach knapp drei Monaten Unterricht erstmals ihr Können beim Adventskonzert der Edertalschule präsentiert. Torsten Herguth hatte die Fünftklässler hervorragend vorbereitet: Die Stücke „Wir fahren übers weite Meer“ und die „Open String Samba“, die Matthias Müller am Klavier begleitete, gingen den Kindern leicht von der Hand. Der flotte „Drunken Sailor“ schließlich – bei dem die Kinder gleichzeitig singen und musizieren – war wie gemacht für die jungen Musiker. Trotz der kurzen Ausbildungszeit war das Ergebnis dieses ersten Auftritts beeindruckend. Die einzelnen Instrumentengruppen stellten sich mit kleinen Stücken aus ihrem Instrumentalunterricht vor.

Die Orchesterklasse sechs hatte mit Leiterin Gertrud Will das kanadische Volkslied „Land of the Silver Birch“ und „500 Miles“ erarbeitet und zeigte damit eine deutliche Weiterentwicklung in ihrem zweiten Ausbildungsjahr. Besonders schön waren die vier Weihnachtslieder, die mit passendem Outfit und viel Spaß gespielt wurden. Nicht nur Anne Wiehls und Nimue Wocadlos Horn-Solo „Stille, stille, kein Geräusch gemacht“ und das Solo der drei Klarinetten bei „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ zeigten, wie vielversprechend die Sechstklässler der Orchesterklasse für den Fortbestand der Orchester sind.

Die jungen Streicher spielten unter der Leitung von Marion Linse kleine Weihnachtslieder. Die Mädchen sind noch am Anfang ihrer Streicher-Ausbildung und bereiten sich auf die Anforderungen vor, die sie im Jugendorchester erwarten. Dass sie diesen in nächster Zeit durchaus gewachsen sein werden, bewiesen sie vor allem mit dem Stück „Engel gucken schon ums Eck“, welches sie mit einem rhythmischen „Pssst!“ herzerfrischend vortrugen.Das Jugendorchester wird in jedem Jahr stark verjüngt, wenn ältere Schüler in das große Jugendsinfonieorchester wechseln. Dennoch meisterten die Kinder aus den Jahrgangsstufen fünf bis acht das Allegro aus der Sonate in G-Dur von Johann Christoph Pepusch sowie ein Menuett von Georg Philipp Telemann unter der Leitung von Gertrud Will und Martin Fischer beachtenswert. Richtig weihnachtlich wurde es dann mit „White Christmas“, „Joy to the World“ und „Rudolph, the Red-Nosed Reindeer“.

Für Engagement bedankt

Schulleiter Stefan Hermes war begeistert von der herzlichen und fröhlichen Atmosphäre in der Kulturhalle und versicherte den Kindern: „Ich bin sehr stolz auf euch, weil einiges dazu gehört, als junger Musiker den Mut aufzubringen, ein schwieriges Stück zu spielen und daran zu arbeiten.“ Und den über 300 Zuhörern, doch vor allem den Eltern dankte er für das Engagement, welches unter anderem dazu beigetragen habe, dass die Edertalschule bereits zum dritten Mal das Prädikat „Schule mit Schwerpunkt Musik“ verliehen bekam. (dwa)

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