Dr. Uwe Buß hat Fantasy-Trilogie „Das Amulett von Gan“ herausgebracht

Vier Kinder wollen die Welt Gan retten

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- Bromskirchen (sg). Der Bromskirchener Pfarrer hat sein erstes Jugendbuch geschrieben – die Fortsetzungen folgen.

Die Worte „Leben und Kraft“ sind in den unscheinbaren dreieckigen Stein gemeißelt, der an einem ledernen Band hängt – dieses geheimnisvolle Amulett entdeckt der zwölfjährige Finn im alten Stall seiner Großeltern in einer Kommode.Es führt ihn ins ebenso geheimnisvolle Land Gan – als auserwählter Träger des Amuletts wird es seine Aufgabe, die Welt mit drei gleichaltrigen Freunden vor dem Untergang zu retten...

„Das Amulett von Gan“ heißt das erste Jugendbuch von Dr. Uwe Buß, das seit dieser Woche im Handel ist. Nach seiner kirchengeschichtlichen Doktorarbeit über den bedeutenden pietistischen Theologen Johann Friedrich Starck und einigen wissenschaftlichen Aufsätzen wendet sich der Pfarrer mit dem 205 Seiten dicken Buch einem völlig anderen Publikum zu: Kindern ab acht Jahren und Freunden der Fantasy Warum dieses Genre? Dr. Buß liest in seiner Freizeit gern historische Romane und Fantasy-Geschichten. „Sie erlauben es, in andere Welten einzutauchen“, beschreibt er. Und er könne etwas mit den Symbolen anfangen, die Autoren oft in ihren Geschichten verwenden: „Die Bilder sagen mir etwas.“

Schon in seiner Studienzeit hat er John Ronald Reuel Tolkiens berühmte Trilogie „Herr der Ringe“ verschlungen. Als Seelsorger kennt er auch die sechsbändigen „Chroniken von Narnia“ von Tolkiens britischem Landsmann Clive Staples Lewis, der zahlreiche christliche Botschaften verarbeitet. „Harry Potter“ hat er im englischen Original gelesen. Und über die Kirchengeschichte ist er auf so manch Legende und mythologische Geschichte gestoßen. Diese Welten voller Geheimnisse, Zauber und Wunder regen seine Phantasie an. Als seine drei Kinder heranwuchsen, habe er ihnen gern frei erfundene Geschichten erzählt, berichtet Dr. Buß. Die kamen auch an: „Papa, schreib sie doch mal auf“, hätten sie gefordert. „Fürs Aufschreiben waren sie nicht gut genug“, fand er. „Aber die Idee, Kinderbücher zu schreiben, brannte mir schon lange unter den Nägeln. Auch Ideen habe ich viele.“ Doch irgendwie fehlte auch die Zeit: die Gemeindearbeit, die Aufgaben im Synodalvorstand des Biedenkopfer Dekanats, die Familie...

Bis seine Frau vor zwei Jahren vor dem Beginn der Fastenzeit einen folgenschweren Vorschlag machte: Die sieben Wochen bis Ostern sollte der Fernseher aus bleiben – eine Art Entschlackungskur fürs Gehirn. „Kinder und Vater schauten sich erschrocken an – stimmten aber nach einigen Diskussionen dem mutigen Vorhaben zu“, erzählt Dr. Buß schmunzelnd. Bereut hat er es nicht. Denn plötzlich war sie abends da: die Zeit zu schreiben.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Mittwoch, 15. Februar

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