Bürgerversammlung 

Viermündener diskutieren über Zukunft von Verkehrsvereinshaus

+
Beliebter Ort zum Feiern: Das Verkehrsvereinshaus in Viermünden wird sowohl von Einheimischen als auch von Auswärtigen gerne angemietet. Nach der erfolgten Auflösung des Verkehrsvereins ist die Zukunft allerdings ungewiss. 

Viermünden – Wie soll es mit dem sogenannten Verkehrsvereinshaus nach der Auflösung des Vereins in Viermünden weitergehen? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer Bürgerversammlung, zu der Ortsvorsteher Matthias Armand knapp 50 Viermündener im Dorfgemeinschaftshaus begrüßte.

Nach rund einstündiger, konstruktiver Diskussion lautete der Tenor: Das im Eigentum der Stadt stehende Verkehrsvereinshaus soll den Viermündenern möglichst weiterhin erhalten bleiben. Angedacht ist, das Haus zukünftig in eigener Regie für Geburtstagsfeiern oder ähnliche Anlässe – unter besonderer Berücksichtigung der Belange der Anwohner – zu vermieten.

Wie genau das vonstatten gehen soll und wer dann „den Hut auf hat“, also Ansprechpartner für Terminanfragen und Vermietung ist, soll in einer weiteren Zusammenkunft am 18. Februar geklärt werden.

„Wir brauchen Leute, die da mitmachen“, betonte Armand gegenüber der HNA. Er hoffe deshalb, dass möglichst viele Mitstreiter zur nächsten Versammlung kommen. Zur Erinnerung: Das in den 50er-Jahren als Kistenfabrik und ab 1976 als Fremdenverkehrseinrichtung genutzte Holzhaus war in den vergangenen Jahren unter der Regie des örtlichen Verkehrsvereins für Familienfeiern, Feste oder andere Veranstaltungen vermietet worden.

Der Verein ist inzwischen aufgelöst. Das Vereinsvermögen ist satzungsgemäß der Stadt Frankenberg zugefallen, der auch Grundstück und Gebäude gehören.

„Mir ist es wichtig, die Hütte als Ort zum Feiern für das Dorf zu erhalten“, betonte Ortsvorsteher Matthias Armand. Die Stadt habe ihm gegenüber allerdings signalisiert, dass sie kein Interesse an dem Gebäudekomplex habe. Deswegen drohe möglicherweise der Abriss.

Auch TSV-Vorsitzender Harald Rudolph aus Viermünden bekräftigte: „Wenn wir uns nicht einig werden, wird die Stadt mit dem Haus nach eigenem Gusto verfahren.“ Schlimmstenfalls könne das dann auch Abriss bedeuten.

„Wir sind uns alle einig, dass das ein wunderschöner Ort zum feiern ist“, hatte es Gitta Schäfer vom Ortsbeirat zuvor auf den Punkt gebracht. Aber natürlich müsse beim Weiterbetrieb einer „den Hut aufsetzen“. Schäfer gab zu bedenken, dass „die ältere Generation“ aus den Reihen des ehemaligen Verkehrsvereins, das Areal „Woche für Woche“ mit großer Hingabe gepflegt habe. Dem gebühre Respekt.

Kritisch zu Wort meldeten sich einige der Anwohner, die auf Lärmbelästigungen und zugeparkte Einfahrten verwiesen.

Die Betroffenen baten vor allem darum, dort zukünftig laute Livemusik zu untersagen. Dem könne man mit einer Benutzungsordnung entgegenwirken, sagte Harald Rudolph.

Nächster Versammlungstermin zur Zukunft des Verkehrsvereinshauses: 18. Februar, 19.30 Uhr im DGH Viermünden. Der Ortsbeirat hofft auf rege Beteiligung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare