Vierpaarkreis der Hauberner Landjugend wieder Hessenmeister

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- Frankenberg (sr). Die Hauberner Landjugend hat sich den Hessenmeistertitel im Volkstanz zurückgeholt. Am Samstag siegten die Jugendlichen im Vierpaarkreis beim Hessischen Volkstanzturnier in Linsengericht.

„Es war die spannendste Entscheidung seit ich denken kann“, sagte der stellvertretende Hauberner Tanzleiter Stefan Hartmann. Erst mit dem letzten Kürtanz, dem „Gigue“ aus England, sicherten sich Hauberner den Hessenmeistertitel. In der zweiten Kategorie bei den Mehrpaarkreisen errangen die Hauberner die Vizehessenmeisterschaft. Seit den Sommermonaten hatten sich die Volkstänzer auf den Wettbewerb vorbereitet. Tanzleiterin Alexandra Beil betreute den Vierpaarkreis und übte den vorgegebenen Pflichttanz „Ostländisches Viergespann“ mit den jungen Nachwuchstänzern ein. Kerstin Eckhardt, Jacqueline Winderlich, Maren Koch, Christin Hesse, Julia Arbter, Carolin Hochgrebe, Heiko Freitag, Sebastian Schöneweiß, Julian Schmidtmann, Maximilian Thalheim und Daniel Schöneweiß zeigten eine konzentrierte Leistung. Nach dem Pflichttanz lagen sie zwei Punkte hinter den „Jossatalern“. Mit dem „Husarentanz“ in der ersten Kür kamen sie bis auf einen Punkt ran.

Meisterstück

Zum Schluss lieferten die Hauberner mit einem höfischen Tanz aus England ihr Meisterstück ab und gewannen mit einem halben Punkt Vorsprung. Den dritten Rang belegte die Folkloregruppe Linsengericht vor dem zweiten Tanzkreis der Jossataler, dem Titelverteidiger von der Laisaer Trachtengruppe, der Rosenthaler Landjugend und dem zweiten Laisaer Tanzkreis.

Jubel bei den Fans

Großer Jubel kam bei den rund 45 mitgereisten Haubernern und ihren Fans auf. Sie feierten den insgesamt zwölften Hessenmeistertitel bei den Vierpaarkreisen seit 1992.

In der Kategorie Mehrpaarkreis hatten die Hauberner ein zweites aussichtsreiches „Eisen im Feuer“. Nach der Pflicht mit dem „Odenwälder Blatschtanz“ und der ersten Kür mit dem „Nordheimer“ lagen sie jeweils punktgleich mit den Gastgebern aus Linsengericht in Front. Die Startreihenfolge wurde ausgelost. Mit dem „Drei-Burschen-Tanz“ aus Schweden legten die Hauberner vor und landeten bei insgesamt 329,5 Punkten. Die Folkloregruppe Linsengericht setzte noch eins drauf und siegte mit zwei Punkten Vorsprung. Auf den dritten Rang kamen die Titelverteidiger aus Jossgrund vor dem Tanzkreis „Hans von der Au“ aus Erbach.

Die fünf Wertungsrichter beurteilten Haltung, Musikalität, Technik, Raumaufteilung, Gesamteindruck und Tanzbeschreibung mit jeweils maximal 24 Punkten.

Die Pokale und Preise überreichten der Landrat des Main-Kinzig-Kreises, Erich Pipa, und der Bürgermeister Albert Ungermann. Die Hauberner entzündeten bei der Siegerehrung im Bürgerhaus von Altenhaßlau wie gewohnt viele Wunderkerzen.

„Im Vordergrund steht die Zusammenführung und das Kennenlernen der einzelnen Gruppen“, betonte der Rosenthaler Christian Waßmuth, Arbeitskreisleiter Volkstanz der Hessischen Landjugend. Trotz langer Übungszeit und viel Ehrgeiz bei den Jugendlichen betreiben alle mit viel Spaß und Freude die Brauchtumspflege.

Meisterfete in Haubern

Bis weit nach Mitternacht feierten die Gruppen gemeinsam die Hessenmeisterschaft. Die Hauberner setzten ihr Meisterfest am Sonntag im Dorfgemeinschaftshaus fort. Im nächsten Jahr sind sie selbst wieder Ausrichter des Volkstanzturniers. Es wird am Samstag, 11. Dezember, in der Frankenauer Kellerwaldhalle stattfinden.

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