Viessmann baut zweite Biogas-Anlage

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Die Erdarbeiten haben begonnen: Rechts neben der bestehenden ersten Biogasanlage am Viessmann-Unternehmensstammsitz in Allendorf-Eder wurde mit den Bauarbeiten für eine zweite Anlage begonnen.

Allendorf-Eder. Für sieben Millionen Euro baut die Firma Viessmann in Allendorf eine zweite Biogasanlage. Die Erdarbeiten sind, direkt neben der bestehenden Biogasanlage, angelaufen.

Bei dem neuen Projekte handelt es sich um eine Nassfermentationsanlage der Viessmann-Tochter Schmack GmbH, die aus 15.000 Tonnen Substrat jährlich 1,6 Millionen Kubikmeter Biogas erzeugen wird. Rein rechnerisch können damit 1650 Haushalte mit Strom und 370 Haushalte mit Wärme versorgt werden.

Das Konzept sieht vor, das erzeugte Biogas mit einem eigens entwickelten Verfahren auf Erdgasqualität aufzubereiten und in das öffentliche Gasnetz einzuspeisen. So ist die Nutzung zur Strom- beziehungsweise Wärmeerzeugung unabhängig überall dort möglich, wo ein Erdgasanschluss vorhanden ist. Darüber hinaus kann das Gasnetz als Speicher genutzt werden.

Die Substratversorgung wird durch örtliche Landwirte und den Maschinenring Waldeck-Frankenberg erfolgen.

Die vor zwei Jahren in Betrieb genommene erste Biogasanlage ist im Unterschied zu der neuen Anlage mit einem Blockheizkraftwerk ausgestattet, das das erzeugte Biogas in Strom und Wärme umwandelt. Dieses Konzept ist bedingt durch einen ganzjährig bestehenden Wärmebedarf in unmittelbarer Nähe, der die Wärmeleistung des Blockheizkraftwerkes aufnimmt. Das ist in Allendorf durch den Viessmann-Produktionsstandort gegeben.

Das Konzept der neuen Anlage sieht vor, Biogas wirtschaftlich zu erzeugen und ins Gasnetz einzuspeisen. Auch die zweite Biogasanlage in Allendorf dient als Forschungs- und Entwicklungsanlage. Dabei geht es unter anderem um die Themen Gasaufbereitung und Einspeisung von Bioerdgas ins Erdgasnetz sowie die Speicherung von überschüssigem Windstrom.

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Quelle: HNA

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