Allendorf

Viessmann beendet „Bild“-Kampagne

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- Allendorf (da). Auf der Homepage der „Bild“-Zeitung wird die „Modernisierungsoffensive“ noch beworben. Doch die Firma Viessmann werde die Zusammenarbeit beenden und ihr Engagement auf das Wintersport-Sponsoring konzentrieren, erklärte Vertriebsleiter Hans-Joachim Pez.

Nur sechs Wochen dauerte die Kampagne, die in der Bild-Zeitung beworben wurde. Mit dem Slogan „Heizungswechsel zum Hammerpreis“ hatte der Versorger „Bild Energie“ mit Viessmann einen Gasbrennwertkessel für 4499 Euro statt für 5749 Euro angeboten. Die Kampagne sollte bis Ende 2011 laufen. Gekoppelt war das Angebot an einen Gasliefervertrag. Das Ziel: Hausbesitzern sollte verdeutlicht werden, dass es sich lohnt, in moderne Heiztechnik zu investieren.

Doch das in der Anzeige genannte „exklusive Modernisierungsangebot“ sorgte für Unmut bei Handwerkern. Das „traditionell gute Miteinander von Fachhandwerk und Viessmann“ sei „auf die Probe gestellt“ worden, berichtete das Fachmagazin „SBZ“ in seiner Onlineausgabe. Die Anzeigenkampagne habe zu „sehr unterschiedlichen Interpretationen“ geführt, die von der „totalen Ablehnung“ bis zur „uneingeschränkten Zustimmung“ gereicht hätten, sagte Pez. Deshalb sei es nicht möglich gewesen, mit der Anzeige allen Anforderungen gerecht zu werden.

Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) hatte kritisiert, die „Kalkulationsfreiheit des Handwerks“ werde „mit Füßen getreten“. Widerstand kam auch von Landesverbänden. Heimische Handwerker hatten die Aktion von Viessmann und „Bild“ aber begrüßt: der Waldeck-Frankenberger SHK-Innungsobermeister Walter Scriba hatte gegenüber WLZ-FZ die Initiative befürwortet. Viele Interessenten hätten sich an die Betriebe gewandt. „Jede Maßnahme, die dazu führt, dass der Modernisierungsstau aufgelöst wird, ist doch zu begrüßen.“

Mehr lesen Sie in der FZ vom Dienstag, 15. November

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