Viessmann-Forum: Kraft-Wärme-Kopplung bietet viel Potenzial

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An einem Viessmann-Blockheizkraftwerk: Geschäftsführer Dr. Frank Voßloh (links) und der Leiter der Anlagentechnik, Dr. Thomas Rappen.

Allendorf-Eder. Die Kraft-Wärme-Kopplung biete ein „riesiges Potenzial“ bei der Bewältigung der Energiewende: Das erklärte Stefan Heer, Delegierter des Verwaltungsrates, in seinem Statement zur Eröffnung eines Fachforums Kraft-Wärme-Kopplung.

Dazu begrüßte Heer am Donnerstag etwa 200 Vertreter aus Handwerksbetrieben, Planungsbüros und regionalen Energieversorgern aus der gesamten Bundesrepublik.

„Eigenheimbesitzer wollen unabhängig werden vom stetig steigenden Strompreis“, ist Stefan Heer überzeugt. Wenn es gelinge, den Bestand an Anlagen für Kraft-Wärme-Kopplung bis zum Jahr 2020 zu verdoppeln, werde das auch den Ausstoß von Kohlendioxid „signifikant“ vermindern. Bisher werde in der Bundesrepublik ein Drittel der Primärenergie zur Stromerzeugung genutzt – „größtenteils ohne Kraft-Wärme-Kopplung“. Das habe zur Folge, dass bis zu 50 Prozent der Energie als Abwärme verloren gehe.

Auch in dezentralen Mini-Blockheizkraftwerken („Schwarmkraftwerken“) steckt nach Heers Ansicht noch viel Potenzial: Damit könne man Last- und Erzeugungsspitzen abmildern. Anwendungsbeispiele für Blockheizkraftwerke und Wärmepumpen zeigte Dr. Thomas Rappen, Leiter der Viessmann-Anlagentechnik, auf. „Eine starre Nutzung macht Sinn, wenn man einen konstanten Wärmebedarf hat – beispielsweise in einem Freizeitbad oder in einem Krankenhaus“, sagte der Viessmann-Prokurist. Besonders eigne sich ein BHKW in der Papierindustrie, wo für die beheizten Rollen sehr viel Strom und Dampf benötigt werde. (off)

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Quelle: HNA

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