Gerät soll Corona-Infektionen reduzieren

Viessmann baut Lüftungsgeräte für Schulen - und spendet die ersten 50

Pilotprojekt: Eines der neuen Lüftungsgeräte (Bildmitte) von Viessmann wurde an der Hans-Viessmann-Schule in Frankenberg getestet. Über ein Isopanel im Fenster (rechts oben) wird Frischluft zugeführt.
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Pilotprojekt: Eines der neuen Lüftungsgeräte (Bildmitte) von Viessmann wurde an der Hans-Viessmann-Schule in Frankenberg getestet. Über ein Isopanel im Fenster (rechts oben) wird Frischluft zugeführt.

Wie die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus in Schulen reduziert werden kann, darüber hat sich auch die Firma Viessmann in Allendorf/Eder Gedanken gemacht. Und eine Antwort gefunden.

Allendorf/Eder – Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie hat die Firma Viessmann neue Luftreinigungsgeräte entwickelt. Die Viessmann-Stiftung hat angekündigt, die ersten 50 Geräte im Wert eines sechsstelligen Betrages an Schulen und soziale Einrichtungen zu spenden und die Kosten der Installation zu übernehmen.

Es handele sich um einzigartige hybride Lüftungsgeräte, die Räume dauerhaft mit Frischluft versorgen und gleichzeitig eine Luftreinigung vornehmen, teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit. Durch eine permanente Luftzirkulation würden Aerosole reduziert und geschlossene Räume immer wieder mit frischer Außenluft versorgt, damit Schüler und Lehrer vor einer Virus-Ansteckung geschützt und die Lerneffizienz gesteigert würden.

So funktioniert das neue Lüftungsgerät

Vitovent 200-P nutze das Quellluftprinzip: Mit Frischluftzufuhr am Boden und körpereigener Auftriebsströmung sei eine permanente Luftzirkulation gewährleistet. Verbrauchte Luft steige nach oben, werde in die Geräte geführt und gereinigt, bevor sie wieder als Frischluft am Boden in den Raum zugeführt werde. Die gleichzeitige Frischluftzufuhr mit Wärme- und Feuchterückgewinnung sorge auch ohne Fensterlüftung für behagliche Lernatmosphäre und gute Luftqualität.

Ein Video, wie Vitovent 200-P funktioniert, gibt es hier.

„Als 103-jähriges Familienunternehmen haben wir uns der Gestaltung von Lebensräumen zukünftiger Generationen verschrieben“, sagt Viessmann Co-Geschäftsführer Maximilian Viessmann. „Jetzt gilt es, kurzfristig und pragmatisch unsere Kinder zu schützen, um einen Teil des gesellschaftlichen Lebens und den großflächigen Zugang zu Bildung in diesen herausfordernden Zeiten aufrechtzuerhalten.“

Vitovent 200-P, so der Name der Geräte, sei bereits in einem Pilotprojekt an der Hans-Viessmann-Berufsschule in Frankenberg erfolgreich erprobt worden. Die Rückmeldungen von Schülern und Lehrern seien durchweg positiv – besonders zur Laufruhe des Geräts und zum Raumklima, heißt es in der Pressemitteilung. Damit falle auch das häufige Lüften weg, das bei niedrigen Außentemperaturen im Winter ein zusätzliches Gesundheitsrisiko darstelle und den Energieverbrauch sowie die CO2-Emissionen der Schulen nach oben treibe.

Die Geräte seien mit dem Austausch einer Fensterscheibe durch ein Isopanel einfach und günstig zu installieren, teilte das Unternehmen mit: „Sie bieten deshalb die Möglichkeit, stark belegte Aufenthaltsräume und öffentliche Einrichtungen trotz generell hoher Infektionsgefahr offenzuhalten.“

Bereits zu Beginn des Ausbruchs der Pandemie habe Viessmann durch die kurzfristige Entwicklung und Bereitstellung von Beatmungsgeräten, Mund-Nasen-Schutz und Desinfektionsmittel – alles zusammengefasst als “ViAid” – erfolgreich unter Beweis gestellt, dass das Unternehmen einen messbaren Beitrag zur gesellschaftlichen Verantwortung übernehme.

Infos zum Gerät und zur Bewerbung

Mehr über das Funktionsprinzip und die Bewerbung um eines der gespendeten Geräte gibt es unter viessmann.de/forgenerations

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