Jan Schumacher und Alexander Bergen beenden Ausbildung als Beste

Viessmann stellt zwei Landessieger

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Alexander Bergen (l.) und Jan Schumacher haben ihre Ausbildung jeweils als Landessieger beendet. Foto: Mark Adel

Allendorf (Eder) - "Lehrjahre sind keine Herrenjahre": Über dieses alte Sprichwort können Jan Schumacher und Alexander Bergen nur müde lächeln. Ihnen hat die Ausbildung bei den Viessmann-Werken großen Spaß gemacht. Die Prüfung haben sie sogar als Landessieger abgeschlossen.

Jan Schumacher aus Hatzfeld hat eine dreijährige Lehre zum Fertigungsmechaniker absolviert, Alexander Bergen ist nach zweijähriger Ausbildung Industrieelektriker mit der Fachrichtung Betriebselektrik.

Beide sind froh, viele Abteilungen durchlaufen zu haben. „Ich hatte mich auf keinen bestimmten Beruf beworben und bin dann als Elektriker eingestellt worden“, sagt Alexander Bergen. „Darüber bin ich heute froh. Es ist kein Tag wie der andere. Es gibt immer Neues, immer andere Probleme und Herausforderungen, zum Beispiel bei der Steuerungstechnik“, erklärt er. Er will weiterlernen und eine neue Ausbildung zum Elektriker für Betriebstechnik beginnen. Die erste Lehre wird angerechnet, sodass er in eineinhalb Jahren fertig ist.

Jan Schumacher hat die komplette Fertigung kennengelernt und weiß dadurch genau, wie die Produkte aufgebaut sind. Der Wareneingang zählte ebenso dazu wie das Qualitätsmanagement oder der Prototypenbau. Für das gute Ergebnis hat er hart gearbeitet, doch auch die Ausbilder hätten ihn unterstützt. „Das hat mir großen Spaß gemacht, die Vorbereitung war sehr gut.“

Der 20-Jährige arbeitet nun in der Fertigung, möglicherweise bekommt er eine Stelle im Controlling. Dort hat er Probe gearbeitet, „auch das ist durch die gute Prüfung ermöglicht worden“. Außerdem hat er eine Weiterbildung zum Betriebswirt ins Auge gefasst. „Die Ausbildung zum Fertigungsmechaniker ist eine sehr gute Basis“, erklärt Ausbildungsleiter Georg Glade.

Die Ausbildung ist natürlich bei beiden gut gelaufen. Trotzdem waren die beiden jungen Viessmann-Mitarbeiter überrascht. „Ich habe mir den Brief erst mal mehrfach durchgelesen“, sagt Alexander Bergen. Auch bei Jan Schumacher war die Freude groß. „Ich hatte mir aber schon das Ziel gesetzt, eine Eins zu erreichen.“ Dieses „sehr gut“ ist bei der Firma Viessmann die Voraussetzung für einen unbefristeten Vertrag - alle anderen Auszubildenden werden zunächst nur für ein Jahr übernommen.

Dieser Vertrag dürfte schwerer wiegen als Urkunde und Uhr, die es von der IHK als Lohn für den Landessieg gab. Daneben zahlen die Viessmann-Werke Prämien an erfolgreiche Auszubildende, und sie werden während einer Betriebsfeier geehrt. Für Georg Glade kommt der Erfolg nicht von ungefähr. „Viessmann investiert viel in die Ausbildung“, erklärt er. Die Ausbildungswerkstatt sei technisch gut ausgerüstet, außerdem gebe es acht hauptamtliche Ausbilder. Das Ziel sei klar formuliert: „Wir wollen besser sein als der IHK-Durchschnitt.“

Für das nächste Ausbildungsjahr sind noch Lehrstellen bei den Viessmann-Werken unbesetzt. Interessenten sollten sich zeitnah bewerben. Ausgebildet werden technische und kaufmännische Berufe, außerdem gibt es acht duale Studiengänge. (da)

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