Virus H5N2 auf Hof in Gemünden festgestellt

Vogelgrippe: Erster Fall im Landkreis Waldeck-Frankenberg 

Gemünden. In Waldeck-Frankenberg ist erstmals das Vogelgrippe-Virus H5N2 nachgewiesen worden. An drei Enten, die in einem hobbymäßig betriebenen Geflügelbestand in Gemünden gehalten wurden, ist das Virus bereits am 28. Dezember 2012 festgestellt worden.

Der Geflügelbestand wurde geräumt, 59 Tiere mussten getötet werden.

Es wurde zudem ein Sperrgebiet mit einem Radius von einem Kilometer um den betroffenen Bestand errichtet. Dort finden jetzt weitere Untersuchungen statt. In der Sperrzone befindet sich noch ein landwirtschaftlicher Betrieb, in dem unter anderem zehn Hühner gehalten werden. Mit Ergebnissen der Untersuchungen wird im Laufe des heutiges Tages gerechnet. Laut Amtstierarzt Dr. Martin Rintelen vom Veterinäramt des Landkreises besteht für Menschen keine Gefahr, das Virus könne nicht auf sie übertragen werden. Der Hobbyzuchtbetrieb, auf dem das Virus festgestellt worden war, wurde mittlerweile gereinigt und desinfiziert.

Das Veterinäramt war laut Rintelen im vergangenen Jahr schon häufiger auf dem Gelände des Hobbyzüchters, hatte dort bis zum 28. Dezember 2012 jedoch nie klinische Erkrankungen bei Tieren festgestellt. „Die Tierhaltung entsprach nicht geltenden Richtlinien. Daher waren wir vor Ort, haben die Zustände geprüft und Auflagen erteilt“, sagte der Tierarzt. Diesen sei der Hobbyzüchter nicht immer in ausreichendem Maße nachgekommen. „Drei- bis vier Mal waren wir in den vergangenen eineinhalb Jahren dort“, sagte Rintelen.

Artikel aktualisiert um 14.35 Uhr.

Eine Verbindung zwischen den bedenklichen Methoden der Tierhaltung und dem Ausbruch der Vogelgrippe will Rintelen nicht herstellen. „Wir gehen davon aus, dass Wildvögel den Virus eingeführt haben. Auf dem Gelände des Betriebs gibt es Fischteiche. Diese ziehen unter anderem Reiher an“, sagte der Tierarzt.

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Von Philipp Daum

Quelle: HNA

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