Manfred Bauer und Björn Brede informieren über Planungsstand

Vorbereitungen für Kellerwald-Uhr dauern an

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Nahe des Euler-Parkplatzes soll die neue Kellerwald-Uhr entstehen. Archivfoto: Andrea Pauly

Frankenau - Die Planungen für das neue Info-Zentrum am Rande des Nationalparks sind langwierig und kompliziert - doch am Ende sollen alle Verträge wasserdicht sein. Frankenaus Bürgermeister Björn Brede und Nationalpark-Leiter Manfred Bauer zeigen sich zuversichtlich, dass der nächste Schritt bald gemacht werden kann.

Die neue Kellerwald-Uhr an einem Standort zu bauen, an dem sich bisher weder Wasser- noch Stromleitungen befinden, ist ein komplexes Unterfangen. Bevor es endgültige Pläne und Verträge gibt, müssen zahlreiche Aspekte bedacht, alle Bedenken aus dem Weg geräumt und Ausgleichsmaßnahmen für Eingriffe in die Natur festgelegt werden.

Dass die notwendigen Vorarbeiten für das Baurecht am Euler noch immer laufen, ist nach Angaben von Manfred Bauer und Björn Brede der hohen Komplexität der Abstimmung der verschiedenen Belange wie Tourismus, Naturschutz und Baurecht geschuldet.

So komme insbesondere dem Naturschutz eine zentrale Rolle bei den Planungen zu. „Aufgrund des Standortes sind über eine gesamte Vegetationsperiode (also ein Jahr) die Tier- und Pflanzenwelt zu unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten zu beobachten, um auf diesen Erkenntnissen die erforderlichen notwendigen naturschutzrechtlichen Vermeidungs- und Ausgleichsmaßnahmen bestimmen und regeln zu können“, nennen die beiden Vertragspartner ein Beispiel für die Vorbereitungen.

„Insgesamt sind aber auch noch inhaltliche Fragen gerade im Rahmen der naturschutzrechtlichen Belange abzuklären, was sicherlich noch einige Monate in Anspruch nehmen wird“, heißt es in der gemeinsamen Mitteilung. Die verschiedenen Gutachten und Erhebungen müssten abgeschlossen und zusammengeführt werden. Und erst dann könnten die zuständigen Fachbehörden prüfen.

Allerdings gibt es positive Vorzeichen: Sämtliche Beteiligte, also die Obere und Untere Naturschutzbehörde, die Obere und untere Baubehörde, die Regionalplanung sowie die Obere Forstbehörde, hätten bereits Anfang September auf Grundlage der bis dato vorliegenden Planungen bestätigt, dass keine grundsätzlichen Einwendungen oder Hindernisse bestehen.

Das bedeutet aber nicht, dass es keine Arbeit mehr gibt: „Es bedarf einer genauen Abarbeitung aller gesetzlichen Vorgaben.“ Aktuell seien das Nationalparkamt und die Stadt dabei, einen so genannten Durchführungsvertrag abzustimmen. Dieser ist für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan gesetzlich vorgeschrieben. Die Unterzeichnung soll im Januar 2015 erfolgen.

Auch die erneute Offenlegung der seit Sommer 2013 überarbeiteten Entwürfe soll bald erfolgen: „Wir gehen nach dem bisherigen Stand der Dinge davon aus, dass nach Vorlage der vollständigen Gutachten die Planungen absehbar abgeschlossen werden und eine Offenlegung erfolgen kann.“ (apa/r)

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