Somplar

Vortrag über Somplar im 18. und 19. Jahrhundert

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- Bromskirchen-Somplar (mp). Archivar Armin Sieburg referierte am Samstagabend über Somplar im 18. und 19. Jahrhundert. Für ihn war es nicht der erste Besuch in Somplar. Schon beim Dorfjubiläum im Jahr 2003 war er als Referent zu Gast in dem Bromskirchener Ortsteil.

Während Sieburg bei seinem Besuch zur 650-Jahr-Feier Somplars die gesamt Geschichte des Ortes aufgearbeitet hatte, beschäftigte er sich bei seinem Vortrag am Samstagabend ausschließlich mit dem 18. und dem 19.Jahrhundert. Neben den reinen Zahlen und Daten gab der Archivar Einblick in die Methoden und Quellen, die für eine solche Recherche notwendig sind. So seien gerade Steuerkataster in dieser Zeit eine der umfassendsten und aussagekräftigsten Quellen. Diese Kataster seine sehr genau und akribisch geführt worden. Aus diesen Büchern gingen zum Beispiel Informationen über Grundbesitz und Veränderungen des selbigen hervor.

Eine sehr genaue Ortsbeschreibung existiere aus dem Jahr 1788. Darin seien Entfernungen zu den nächstgelegenen Ortschaften, Informationen über Wirtschaft und die Bevölkerung enthalten. Drei Stunden bis Frankenberg Frankenberg sei im 18. Jahrhundert rund drei Stunden von Somplar entfernt gewesen. Heutzutage lässt sich die Strecke mit dem Auto über die Landesstraße locker in weniger als 15 Minuten fahren.

Sehr fortschrittlich für die damalige Zeit sei die Armenversorgung in Somplar gewesen. Offizielle Straßen habe es indessen noch keine gegeben. Aus dem 19. Jahrhundert gebe es viele Informationen aus verschiedenen Schulvisitationen, erläuterte Sieburg. Daraus gehe hervor, dass Somplar zwar ein eigenes Schulhaus besessen habe, die Leistungen der Lehrer und Schüler jedoch eher selten ausreichend waren. In einem Bericht von 1844 heißt es wörtlich: „Der Lehrer scheint nicht der Beste zu sein“. Trotzdem hat sich Somplar später zu einem aufstrebenden Ort entwickelt...

Begleitet wurde die Veranstaltung, zu der der Heimatverein eingeladen hatte, vom gemischten Chor aus Somplar. Der Abend wurde gemütlich beendet. Serviert wurden frischer Zwiebelkuchen und Federweiser.

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