Viessmann Werke eröffnen vier Hektar große Anlage nahe Bromskirchen

Vorzeige-Solarpark im oberen Edertal

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Vertreter der beteiligten Firmen sowie aus der Politik informierten sich über den neuen Solarpark bei Bromskirchen.Fotos: Adel

Bromskirchen - Der Strom, den die 5000 Module täglich produzieren, wird direkt ins Stromnetz eingespeist. Zugleich dient der Solarpark als „Schauanlage“, um Kunden über das Viessmann-Komplettprogramm zu informieren.

Die Anlage mit einer Spitzenleistung von 1,2 Megawatt befindet sich im Gewerbegebiet „Auf der Stede“ nahe Bromskirchen. Rechnerisch können 260 Haushalte mit Strom versorgt werden. Für die Verwirklichung hat Viessmann eigens die „PV Bromskirchen GmbH“ gegründet, deren Geschäftsführer Jörg Lenz ist. Insgesamt 2,9 Kilometer sind die Solarmodule lang. Die Kabel, die die Module mit Sammelkästen verbinden, haben eine Länge von insgesamt 17 Kilometern.

„Hand in Hand gearbeitet“

Die Module produzieren etwa eine Million Kilowattstunden Strom im Jahr. Das Gelände hat die Gemeinde Bromskirchen an Viessmann verpachtet. Pläne anderer Investoren, an gleicher Stelle einen Solarpark zu errichten, waren zuvor gescheitert (FZ berichtete).

Bromskirchens Bürgermeister Karl-Friedrich Frese betonte, dass das Ersetzen der fossilen Energieträger eine wichtige Aufgabe sei. „Wie Viessmann wollen sich auch die Kommunen des oberen Edertals in diesen Prozess einbringen“, sagte der Rathauschef. Die Zahl von 260 Haushalten, die mit Sonnenstrom versorgt werden können, sei ein Drittel der Haushalte in Bromskirchen.

Bei der Umsetzung habe es aber auch Probleme gegeben: Zum einen die nicht optimale geografische Lage, außerdem eine 20-kV-Leitung, die unter die Erde verlegt werden musste. Zudem erschwerte das Regenwetter im Sommer die Arbeiten. „Die handelnden Personen haben Hand in Hand gearbeitet“, sagte Frese. „Das ist das erste Projekt der Klimaschutz-Region oberes Edertal.“ Der erzeugte Gleichstrom wird in Wechselrichtern in Wechselstrom umgewandelt und über die Trafo- und Übergabestation ins Stromnetz eingespeist. Wechselrichter, Trafo- und Übergabestation stammen vom Niestetaler Hersteller SMA.

Als Modellobjekt nutzen

Insgesamt hat Viessmann 1,7 Millionen Euro investiert. Das Unternehmen trägt alle Bau- und Betriebskosten und will die Anlage als Modellobjekt nutzen, um seine Kompetenz in der Nutzung erneuerbarer Energien zu zeigen. „Wir haben mit diesem Projekt sehr viel gelernt“, sagte Stefan Hirzinger, Geschäftsführer der Gesellschaft Viessmann-Photovoltaik. Derzeit baut das Unternehmen noch eine große Fünf-Megawatt-Anlage bei Wolfhagen.

Anders als zunächst geplant wird es keine Beteiligung über die neue Bürgerenergiegenossenschaft Ederbergland geben. Ein Grund sei, dass die Anlage wegen der topografischen Lage des Geländes nicht so wirtschaftlich wie ursprünglich geplant betrieben werden könne, sagte Jörg Lenz. Ursprünglich war man von einer Leistung von zwei Megawatt ausgegangen. Viessmann werde die Energiegenossenschaft aber unterstützen.

Muss der Solarpark saniert oder zurückgebaut werden, können alle Bestandteile vollständig recycelt werden.

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