Wahlforum Hatzfeld: Beim Schutzschirm schieden sich die Geister

Hatzfeld. Viele Ähnlichkeiten im Programm und beim beabsichtigten Führungsstil als Bürgermeister zeigten die fünf Hatzfelder Bürgermeisterkandidaten beim HNA-Wahlforum im Bürgerhaus Hatzfeld.

Nur an einem zentralen Punkt gab es unterschiedliche Haltungen: bei der Frage, ob die Stadt Hatzfeld bei der Haushaltssanierung den Rettungsschirm des Landes Hessen in Anspruch nehmen soll.

Dazu kam von CDU-Kandidat Werner Keller ein klares Ja. Die Stadt erhalte vom Land 2,4 Millionen Euro und spare eine weitere Million Euro, die sie sonst als Zinsen für den Kredit ausgeben werden müsste, argumentierte er.

HNA-Wahlforum Hatzfeld: Die HNA-Moderatoren Jörg Paulus (links) und Matthias Müller (rechts) mit den Kandidaten (von links) Dirk Junker (Bürgerliste Hatzfeld), Werner Keller (CDU), Ralf Schärer (Bürgerliste Reddighausen), Eckhard Wenzel (SPD) und Oliver Zissel (Bürgerliste Holzhausen). Die Wahl findet am 4. November statt.

Rettungsschirm ja oder nein? Die vier anderen Kandidaten antworteten mit einem Jein. Es müsse erst genau geprüft werden, welche (Spar-)Auflagen mit der Hilfe des Landes verbunden sind, sagten sie.

Aus der Ähnlichkeit ihrer Wahlprogramme machten die Kandidaten keinen Hehl. „Wofür stehen Sie, wofür die vier anderen nicht stehen?“. Mit dieser Frage wollten die beiden HNA-Moderatoren Matthias Müller und Jörg Paulus Unterschiede deutlich machen. Die Antworten:

• Eckhard Wenzel (SPD): "Ich werde kontinuierlich Bürgersprechstunde in allen Ortsteilen einführen."

• Oliver Zissel (Bürgerliste Holzhausen): „Mein Schwerpunkt wird mein Einsatz für die Energiewende sein.“

• Dirk Junker (Bürgerliste Hatzfeld): „Mein Alleinstellungsmerkmal ist meine Neutralität. Ich komme von außen und kann unvoreingenommen auf die Dinge zugehen.“

• Werner Keller (CDU): „Ich bekenne mich klar zum Rettungsschirm des Landes. Das ist eine große Chance für uns.“

• Ralf Schärer (Bürgerliste Reddighausen): „Ich stehe für Wir-Gefühl.“ Er wolle eine Bürgerstiftung gründen, die hilft, kommunale Projekte, wie Kindergarten oder Mehrgenerationenhaus zu finanzieren.

Wo die fünf Kandidaten sparen wollen, was sie zur Rentabilität des neuen Radwegs bei Hatzfeld sagen, was sie machen würden, wenn die Stadt eine Million Euro geschenkt bekäme, das waren weitere Fragen.

Viel zu lachen gab es bei einem Mundart-Test mit den Kandidaten.M

ilder vom HNA-Wahlforum

HNA-Wahlforum in Hatzfeld

Mehr dazu lesen Sie in der gedruckten Mittwochausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © HNA/zgm

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare