Battenberger Bürgermeister-Wahl: Drei Kandidaten auf dem Podium

Bei Wahlforum wurden Unterschiede deutlich

Battenberg. Ob Aussagen zur eigenen Person, Bewertung des städtischen Haushalts oder Ideen für die Stadt: Im zweieinhalbstündigen HNA-Wahlforum konnten sich die rund 350 Zuschauer in der Burgberghalle ein umfassendes Bild von den drei Battenberger Bürgermeister-Kandidaten machen.

„Wofür stehen Sie, wofür die beiden anderen Kandidaten nicht stehen?“ Mit der eigenen Darstellung ihrer Alleinstellungskennzeichen beschrieben die drei Kandidaten schon am Anfang des HNA-Wahlforum die wesentlichen Unterschiede in ihrer Haltung.

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350 Zuschauer beim HNA-Wahlforum in Battenberg

„Ich stehe für Kontinuität“, sagte der unabhängige Bewerber Christian Klein, der mit Unterstützung von CDU, SPD und FDF antritt, und verwies auf seine langjährige Tätigkeit als Stadtverordneter und Magistratmitglied der CDU in Battenberg. „In dieser Zeit hat sich eine Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinweg entwickelt.“

Rainer Arnold, unabhängiger Bewerber aus Berghofen, setzt auf seine „Neutralität“: „Ich bin ein politischer Neulinge, ich fühle mich keiner Partei verpflichtet.“

Dieter Kocab, ebenfalls unabhängig, sagte: „Ich stehe für interkommunale Zusammenarbeit.“ Er werde darauf hinwirken, dass alle vier Kommunen des Oberen Edertals zu einer Verbandsgemeinde mit einem hauptamtlichen Bürgermeister zusammengeführt werden.

Mit 65 Jahren ältester Bewerber, werde seine Rentenversorgung nach seiner Amtsperiode die Stadt am wenigsten belasten.

Mit großer Aufmerksamkeit verfolgten die Zuschauer das Frage-und-Antwort-Spiel. Auch Besucher stellten Fragen, zum Beispiel Stadtbrandinspektor Michael Wenzel.

Ihren Einsatz für gute Ausrüstungen der Feuerwehren sagten ihm Klein und Kocab zu. Arnold plädierte dafür, Kosten bei der Kleidung einzusparen: „Man kann auch im alten Blaumann üben“, sagte er.

In Sachen demografischer Wandel sagte Arnold, dass ein Blick in die Geschichte zeige, dass Schwankungen in der Bevölkerungszahl normal seien. „Battenberg kann auch mit 3000 statt 5000 Einwohnern gut leben“, meinte er.

Kocab stellte seine Idee eines Bürgerbusses vor, der Menschen ohne Auto von den Stadtteilen in die Kernstadt bringe.

Klein beschrieb seiner Ideen, über eine Internetplattform der Stadt für eine bessere Vermarktung von leerstehende Immobilien zu sorgen.

Auf die Frage von Sigrid Engelhard, wie die Kandidaten nach erfolgreicher Wahl angesprochen werden wollen, sagten Klein und Kocab: Wer sie bisher duze, solle dies weiterhin tun. Arnold hingegen legt Wert auf die Ansprache „Herr Bürgermeister“.

Für Unterhaltung sorgte eine Aufgabe, die die HNA-Redakteure Matthias Müller und Thomas Hoffmeister den Kandidaten stellten: Sie zeichneten sich gegenseitig. Das Ergebnis, meist Strich-Männchen (siehe Bildergalerie), quittierte das Publikum mit viel Applaus. (mab)

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Bilder vom Battenberger Wahlforum

350 Zuschauer kamen zum Battenberger Wahlforum

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Meiser, Gerhard

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