Landtagswahlkreis Frankenberg: Endergebnis lag erst um 23.30 Uhr vor

+

Waldeck-Frankenberg. Der Wahlkreis 6 liegt absolut im Landestrend: Die Wählerinnen und Wähler im Altkreis Frankenberg und in Bad Wildungen haben mit ihrer Zweitstimme mehrheitlich die CDU gewählt, aber auch der SPD große Gewinne beschert.

Die FDP haben sie dagegen deutlich abgestraft – die Liberalen verloren in fast allen zwölf Kommunen Prozentpunkte im zweistelligen Bereich. Auch die Grünen machten in allen Städten und Gemeinden Minus.

Mehr zur Landtagswahl in Wahlkreisen Waldeck-Frankenberg I+II.

Die CDU kam in Burgwald und Rosenthal mit je 41,8 Prozent der Zweitstimmen auf ihr bestes Ergebnis am Sonntag. Die SPD kletterte in Haina (43,5) und Frankenau (43,0) zwei Mal über die 40-Prozent-Marke. In Allendorf-Eder erzielte die FDP mit 3,6 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis, sie lag dort 0,1 Prozentpunkte hinter der Linken. Den größten Verlust fuhren die Liberalen mit einem Minus von 14,9 Prozentpunkten in Hatzfeld ein. Die Grünen holten ihr bestes Resultat mit 9,0 Prozent in Frankenau.

In der Gemeinde Burgwald hatte die SPD bei der Landtagswahl 2009 im Vergleich zu 2008 am stärksten verloren: 13,7 Prozentpunkte. Hier legte sie diesmal wieder um 6,3 Punkte zu. Die „Alternative für Deutschland“ (AfD) holte mit 4,7 Prozent in Battenberg ihr bestes Ergebnis in diesem Wahlkreis. Die Linke erreichte nirgendwo so viele Prozentpunkte wie in Frankenau und Hatzfeld: 5,4. Bestes Ergebnis für die Piraten waren 2,4 Prozent in Frankenau.

Auffallend bei den Erststimmen für die Direktkandidaten: Claudia Ravensburg (CDU) lag in zehn von zwölf Kommunen vor Daniela Neuschäfer (SPD), die Frankenbergerin hatte lediglich in Haina und Hatzfeld die Nase vorn. Ravensburg holte in ihrem Wohnort Bad Wildungen wieder die klare Mehrheit von 47,8 Prozent, Neuschäfer kam auf 34,8, die Wildunger Linke Heidemarie Boulnois auf 5,0. Auch in Neuschäfers Heimat Frankenberg dominierte Ravensburg (43,0) vor Neuschäfer (37,1).

In seiner Heimatgemeinde Vöhl hatte Heinrich Heidel (FDP) vor vier Jahren 20,9 Prozent erreicht. Sein Nachfolger als Direktkandidat, Elias Knell aus Frankenberg, kam in der Edersee-Gemeinde nur auf 3,9 Prozent – ein Minus von 17 Punkten.

Bromskirchen am schnellsten

Die schnellste Kommune in ganz Hessen, die Bundes- und Landtagswahl ausgezählt hatte, war Bromskirchen. Hier hatten die Wahlhelfer bereits um 19.16 Uhr das Ergebnis der Bundestagswahl gemeldet – womit sie zu den zehn schnellsten in Deutschland gehörten – und 26 Minuten später schickten sie ihr Hessen-Ergebnis hinterher. Mit 1412 Wahlberechtigten gehört Bromskirchen allerdings auch zu den kleinsten Kommunen in Deutschland. Erst gegen 23.30 Uhr lag das Frankenberger Ergebnis vor. Damit war auch das Endergebnis für den Wahlkreis erst so spät komplett.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare