Auch im Landkreis soll der Ausbau vorangehen

Waldeck-Frankenberg: Städte und Gemeinden setzen auf freies WLAN

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Waldeck-Frankenberg. Immer mehr Städte in Deutschland setzen auf kostenfreies WLAN für Einheimische und Gäste. Ein Trend, der sich auch in Waldeck-Frankenberg bemerkbar macht?

Unsere Zeitung fragte stichprobenartig bei mehreren Städten und Gemeinden im Landkreis nach, ob sie – abgesehen von den ohnehin schon vorhandenen Angeboten durch Geschäfte und Gastronomie – selbst auch verstärkt auf freies WLAN setzen.

„Die Stadt Bad Arolsen bietet rund um den Twistesee an vier Standorten öffentliches WLAN an. Bisher ist das Angebot noch nicht limitiert. Es ist aber beabsichtigt, das Nutzungsverhalten zu evaluieren und dann – soweit erforderlich – auch Beschränkungen bei der Nutzungsdauer und Bandbreite vorzunehmen“, sagt Bürgermeister Jürgen van der Horst.

Im Zuge des Programms WiFi4EU sei die Erschließung von zwei weiteren Standorten im Innenstadtbereich von Bad Arolsen geplant – und zwar am Rathausplatz und am Residenzschloss mit Museum.

In Korbach gibt es nach Auskunft von Stadtsprecher Ralf Buchloh entlang der Goldspur zwischen Hauptbahnhof und Fußgängerzone sowie im Museum, dem Rathaus, der Tourist-Information, der Stadtbücherei, im Bürgerhaus und im GeoFoyer Kalkturm kostenfreies WLAN.

Dieses sei zumeist auf die Zeit zwischen 7 bis 21 Uhr begrenzt. Zudem gebe es eine Volumenbeschränkung auf 250 Megabite pro Tag und Nutzer, um exzessives Streaming zu verhindern.

Eine Ausnahme bilde die Stadtbücherei wegen des Herunterladens von „e-books“. Zudem gebe es einen Jugendschutzfilter, der verhindert, dass explizite Webseiten angesteuert werden können. In Korbach gebe es kostenfreies WLAN auch in der Stadthalle. „Im Hallenbad ist es in Vorbereitung.“

Auch in anderen Kommunen im Landkreis soll kostenloses WLAN ausgebaut werden.

Dabei sind es nicht nur die Mittelzentren, die den Service vorantreiben. Seit Juli 2017 verfügt beispielsweise auch das Rathaus der Stadt Battenberg sowie das dortige Hallen- und Freibad über einen kostenfreien WLAN-Zugang. Eine Volumenbegrenzung gibt es bisher nicht, jedoch findet im Hallen- und Freibad Battenberg eine automatische Nutzerabmeldung nach 24 Stunden statt.

„Des Weiteren wird die Möglichkeit zur Errichtung weiterer WLAN-Hotspots, zum Beispiel in Dorfgemeinschaftshäusern, geprüft“, berichtet Sören Waßmuth von der Stadt Battenberg. In diesem Zusammenhang sei ein Antrag beim EU-Förderprogramm „WiFi4EU“ gestellt worden.

Auch in Korbach soll das Angebot des kostenfreien WLAN ausgebaut werden. „Ziel ist, dieses flächendeckend entlang der Goldspur zwischen Hauptbahnhof und Wolfgang-Bonhage-Museum unter Beteiligung von städtischen und gewerblichen Standorten zu realisieren“, sagt Stadtsprecher Ralf Buchloh und fügt hinzu: „Bahnhof und Bahnhofstraße werden im Zuge der technischen Installationen noch in diesem Herbst eingerichtet. Daneben gibt es sowohl städtische Standorte wie Bürgerhaus, Rathaus und Museum, als auch gewerbliche Betriebe der Hanse, die bereits jetzt große Teile der Goldspur abdecken. Die Lücken werden nun sukzessive geschlossen.“

„In Bad Wildungen gibt es an manchen Stellen kostenfreies WLAN für Einheimische und Gäste“, teilt Christoph Heiser von der Stadt Bad Wildungen mit. Ein Hotspot werde in der Tourist-Info in der Brunnenallee betrieben. „Ferner gibt es in Frebershausen nahezu flächendeckend kostenfreies WLAN. Dies wurde von uns eingerichtet, da es in Frebershausen keinen Handy-Empfang gibt. Der lang gehegte Wunsch der Einwohner nach weiteren Kommunikationsmöglichkeiten konnte so erfüllt werden.“ Die Besonderheit sei, dass durch Frebershausen eine Unitymedia-Haupttrasse laufe, die es erlaube, das WLAN-Netz mit 100 Megabits pro Sekunde zu betreiben. Zeit und Datenvolumen seien in der Brunnenallee und in Frebershausen nicht begrenzt.

„Es ist aber natürlich nicht so, dass die Einwohner von Frebershausen das kostenfreie WLAN als Ersatz zu ihrer bisherigen, kostenpflichtigen Leitung benutzen können“, sagt Heiser. Bei auffallend hoher Datennutzung werde die Geschwindigkeit so stark gedrosselt, dass quasi kein Surfen mehr möglich sei.

Konkrete und schnell umsetzbare Ausbaupläne gibt es indes auch in Bad Wildungen – und zwar für die Brunnenstraße ab Rathaus und die gesamte Brunnenallee. Auch der Bahnhof mit angrenzendem Wohnmobilstellplatz soll versorgt werden.

Freies WLAN gibt es zudem in den Tourismushochburgen Willingen und rund um den Edersee – in Willingen am Rathaus in Richtung Linnenkerl, im Kurgarten, am Bahnhof, am Besucherzentrum und am Usselner Freibad. In der Edersee-Region gibt es den Service am Info-Point in Affoldern und in der Röhre auf der Edertalsperre.

Von Philipp Daum

Quelle: HNA

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